Sir Donkalot bei den Griechen

Sir Donkalot hatte bei den Gelagen an der PA-Tafelrunde schon viel über das Volk der Griechen gehört. Die Geschichten darüber brachten die Helden immer wieder zum Lachen, zum ungläubigen Kopfschütteln oder beides zusammen. “Das muss ein reiches und lustiges Volk sein.”, dachte sich Sir Donkalot, “Die will ich mir mal aus der Nähe anschauen. Nach den Geschichten meiner Freunde sollen dort Reichtümer zu holen sein!”. Also zog er mit einem kleinen Heer aus, um sein Glück zu versuchen.
Nach einer langen Reise kam er ins Land der Griechen und erspähte von einer Hügelkuppe ein Dörfchen. Da er und seine Mannen müde waren, beschloss er, dort oben eine Rast einzulegen und das Dorf zu beobachten. Nach einiger Zeit kam ein Ritter in strahlender Rüstung mit zwei starken Knechten, selten sah man stärkere, heran. Vor dem Dorf traf er auf einen alten Bauern, der, auf einen gebogenen Stock gestützt, in Begleitung einer Ente spazieren ging. Anscheinend gerieten sie in Streit, denn die Kämpfer zogen ihre Waffen und stürmten auf den armen Greis ein. Just in dem Moment kamen drei weitere Enten heran, die den Knechten so unglücklich zwischen die Beine gerieten, dass diese stolperten und sich beim Hinfallen das Genick brachen. Nur der Ritter überlebte. Und da hörte Sir Donkalot zum ersten Mal den gefürchteten Kampfschrei (oder war es Hohngelächter?) der Griechen aus dem Dorf erschallen:”XAXAXAXAXA!”. Der Ritter wurde zum Teufel gejagt.
Einige Zeit später kam ein anderer Ritter mit Knechten heran und auch dieses Treffen brach in Kampf aus. “Ein sehr mutiges und kampffreudiges Völkchen. Sie gehen keinem Streit aus dem Weg!”, dachte sich Sir Donkalot. “Doch warum geben sie jetzt nicht auf? Sie sind hoffnungslos unterlegen? Sie schicken ihre Männer umsonst in den Tod.”. Aber diese Einstellung teilten die Griechen anscheinend nicht. Sicher, es flossen ein paar Tränen aber noch mehr floss der Ouzo, wie Sir Donkalot und seine Mannen anhand des Geruchs erkannten.
Und so wechselten sich seine Beobachtungen ab. “XAXAXAXAXA” und/oder Ouzo. Einige Griechendörfer wurden so entvölkert aber anscheinend immer wieder neu bezogen. Und einige Dörfe erlangten Reichtümer, die sie aber häufig auch schnell wieder verloren. Nicht wenige Ritter verloren die Nerven und rannten wie von Sinnen gegen die Griechen an, bis sie alle Männer verloren hatten.
Und als sich Sir Donkalot entschloss, selber mal ins Geschehen einzugreifen, machte er dieselben Erfahrungen wie seine Vorgänger. Leichte Siege gegen stumpf verteidigende Griechen, die sein Herz zum Lachen brachtenn und seine Schatztruhen füllten. Herbe Niederlagen gegen stumpf verteidigende Griechen, die ihm die Zornesröte ins Gesicht trieben oder seine Kiefer zum Krachen brachten.
Als er nach einiger Zeit in sein Heimatland zurückkehrte, war er um einige Erfahrungen und Geschichten reicher. Und seine Schatztruhen waren auch etwas voller, wenn auch nicht so sehr, wie sie hätten sein können. Sir Donkalot war sich aber bewusst, dass diese Reise auch anders hätte ausgehen können. Um gegen ein Volk wie das der Griechen zu bestehen brauchte man eben auch ein wenig Glück. Da hilft alle taktische und militärische Überlegenheit nichts. Insofern wusste er auch nicht, ob er sich über solche Gegner nun freuen sollte oder nicht.
Eines jedoch wusste er. Wenn er zukünftig des Nachts von Alpträumen geplagt schweißgebadet aufwachen würde, dann mit großer Sicherheit vom “XAXAXAXAXAXA” der Griechen!
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Ein Kommentar
1.
admin schrieb am 07. März 2009 um 17:55
bitte unbedingt mehr davon