Von einem, der auszog, tight zu werden
Es war einmal im großen Lande Pokeria, irgendwo im Grenzbereich des italienisch-israelisch-finnischen Dreiländerecks, da lebte einst ein altes Rittergeschlecht, das ebenso reich an Gütern wie an intellektueller Schwerfälligkeit ausgestattet war. Da aber kam der Tag, an dem der älteste Sohn des ehrwürdigen Hauses in das Alter kam, sich und seine Ratlosigkeit in der Ferne beweisen zu können. Nach dem Vorbild nordamerikanischer Ureinwohner war es Sitte in diesem alterhwürdigen Geschlecht, die Familienmitglieder nach ihren Eigenschaften oder Fähigkeiten zu benennen. So trug beispielsweise das Familienoberhaupt den klangvollen Namen "Der, bei dem die Fliegen den Rest besorgen". Seine holde Gattin hingegen, auf die Noblesse anglikanischer Aussprache bestehend, hieß, da sie keinem (keinem!) Anliegen gegenüber Nein zu sagen vermochte, schlicht "Bitchön". Der Sproß des illustren Paares zeichnete sich schon seit frühester Jugend, aber auch heuer noch, durch eine überdurchschnittliche und im ganzen Lande bestaunte Lern- und Beratungsresistenz aus. Und so erhielt er den klangvollen Adelsnamen (auf Geheiß seiner Mutter in anglikanischer Aussprache) "tumb brain forever".
Und so kam es, dass tumb brain forever auszog, in der Ferne sein Glück zu suchen. Angesichts seiner allerorts gerühmten und vielfach besungenen Wehr- und Standhaftigkeit gegenüber jeglichen Denkattacken sollte er es brauchen. Sein Vater Der-bei-dem-die-Fliegen-den-Rest-besorgen stattete ihn mit 100 echten Euronen aus und gab ihm den Rat mit auf dem Weg, zunächst den Hof des Königreiches Trickyplaywell aufzusuchen. Aus seiner eigenen Zeit an diesem Hofe, die er heute an Lagerfeuern und Trinkgelagen stets als "die große Rezession" bezeichnete, konnte er sich an viele spannende Wettkämpfe in den Arenen des Reiches erinnern, bei denen es Ruhm, Ehre und vor allem allgemeine Aufmerksamkeit zu ernten gab.
Und so begab sich tumb brain forever auf seinem edlen Rappen an den Hof des Königreiches Trickyplaywell. An der Reichsgrenze angekommen musste er sich von den Grenzposten belehren lassen, dass der Aufenthalt im Reich nur mit einem gültigen Identitätsdokument zulässig ist. Nach endlosen Wortgefechten sahen die Grenzposten jedoch ein, dass ihre Versuche, tumb brain forever zu "belehren", Investitionen in ein Faß ohne Boden sind und so nahmen sie die Formalitäten für ihn einfach ohne Rücksprache in die eigenen Hände. Das wiederum stieß bei tumb brain forever auf keinerlei Gegenwehr, denn schon in der nächsten Minute hatte er vergessen, worum es überhaupt ging.
Da das amtliche Identitätsdokument von Trickyplaywell überhaupt nicht den Platz zur Verfügung stellte, der für seinen langen Namen erforderlich gewesen wäre, kürzte der Marschall für Einwanderung und Integration tumb brains Namen einfach ab und registrierte ihn in Trickyplaywell unter dem nunmehr gültigen Kampfnamen "tb4ever".
Sogleich machte tb4ever sich auf und besuchte eine der berühmten Wettkampfarenen in der Fixed-Limit-Road 3/6. Und so, wie er es auch stets in seiner Jugend getan hatte, stürzte er sich
ohne nachzudenken ins Getümmel. Er wich keinem einzigen Kampf aus und nahm jede Wette auf sich an. Nach nur 18 Konfrontationen in Folge betrug seine ehemals aus 100 echten Euronen bestehende Barschaft schon stolze 200.
So langsam wurde tb4ever etwas müde vom Kämpfen, was ihn jedoch nicht daran hinderte, mit dem Nichtnachdenken fortzufahren und auch weiterhin keinem einzigen Kampf aus dem Wege zu gehen. Nach nunmehr 24 Konfrontation in Folge, ohne Unterbrechung, in Farbe und in bunt, entschied sich unser wackerer und unerschrockene Ritter tb4ever, mit dem zuletzt leicht geschmolzenen, aber immer noch beachtlichen Vermögen von 169 Euronen die Arena zu verlassen, um ein kurzes Verschnaufpäuschen vom Nichtnachdenken einzulegen.
Die völlig konsterniert zurückbleibenden anderen Ritter sahen sich der Reihe nach an und waren nicht fähig, ihre Gedanken in Worte zu kleiden. Möglicherweise werden sie auch Spätschäden für den Rest ihres Lebens behalten. Was ihnen jedoch in Erinnerung bleiben wird, sind die lustigen Waffen, mit denen tb4ever gegen ihre Streitäxte, Raketen, Zweihänder und schwungvollen Morgensterne angetreten ist. Irgendwie süß und anfangs belächelt, was tb4ever als Waffe gegen dieses eigentlich machtvolle Arsenal stellte:

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und ähnliches.
Aber, bevor sie ihrer Tätigkeit weiter nachgingen, nickten sie sich schweigend zu. Still und jeder für sich mussten die anderen Ritter einräumen, dass tb4ever sie besiegt hatte. Mit seinen Waffen und seiner völligen Unerschrockenheit und seiner Standhaftigkeit gegen jeden, aber auch jeden, Angriff, hatte er von 24 Konfrontationen immerhin sage und schreibe 11 gewonnen.
Sein Vater, der seine eigene Zeit am Hofe von Trickyplaywell als "die große Rezession" bezeichnete, wäre stolz auf tb4ever.
...Fortsetzung folgt...
Die lebendige Substanz ist ferner das Sein, welches in Wahrheit Subjekt oder, was dasselbe heißt, welches in Wahrheit wirklich ist, nur insofern sie die Bewegung des Sichselbstsetzens oder die Vermittlung des Sichanderswerdens mit sich selbst ist. Sie ist als Subjekt die reine einfache Negativität, eben dadurch die Entzweiung des Einfachen; oder die entgegengesetzte Verdopplung.
Georg Wilhelm Friedrich Hegel