Ich nehme an, diese Art einer Konkurrenz erlaubt nicht nur, für wenig Geld viel Poker zu spielen, sondern tut auch dem Gesetz genüge. Sehr interessant jedenfalls.
Zwei markante Punkte fallen mir dabei auf:
- Die Blinds steigen nur zweimal.
- Nach Ende des Spiel verbleiben die Chips für den Final Table.
Das bedeutet, dass es praktisch keinen Zeitdruck gibt, wie in herkömmlichen Turnieren. Ist ein Spieler gegen Ende short-stacked, braucht er sich nicht auf Spekulationen einzulassen, denn schließlich ist es besser, 200 oder 300 Chips zu sammeln als gar keine.
Versuche ich einen Vergleich für die Strategie zu finden, so würde ich die Anfangsphase von Turnieren hernehmen. Es gibt zwar keinen Zeitdruck, aber auch keine Möglichkeit, wie am Cash-Tisch, Chips nachzukaufen.
Allerdings, alles hängt natürlich von den Reaktionen der Gegner ab. Lassen sie sich einschüchtern? Versuchen Sie, ihre Stacks so lange wie möglich zu erhalten oder sitzt der eine oder andere am Tisch, der unbedingt aufdoppeln will? Grundsätzlich kann ich mir vorstellen, dass die Leute so lange wie möglich spielen wollen. Das würde bedeuten, dass man gelegentlich Druck machen kann. Schließlich hofft jeder, so viele Chips wie möglich an den Final Table zu bringen.
Vorsicht ist natürlich gegen jene angebracht, die weit vom Final Table entfernt sind (in der Rangliste). Die sind gezwungen, ihren Stack aufzubauen.
Coin-Flips würde ich nur dann provozieren, wenn ich die Fold-Equity hoch einschätze. Raist der Gegner all-in, dann würde ich - in Erwartung eines Coin-Flips - nur dann callen, wenn ich bereits entsprechend im Pot veranlagt bin und dadurch die Odds entsprechend günstig sind.
Vielleicht gibtst Du uns ein spezielles Problembeispiel mit dem Du Dich konfrontiert findest, das wir dann zusammen analysieren können.
Ich wünsche weiterhin viel Erfolg - und herzlich willkommen im Forum.
Viele Grüße aus Montreal,
Alex