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Mountain

Registered User

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Saturday, April 14th 2007, 2:59am

Wie spielt man J-J?

Hallo - rechtzeitig zum Ende der Osterferien (und damit der Arbeitsbeginn gleich richtig stressig wird) mal die Frage nach der richtigen Spielweise von J-J.

Es ist mir klar, dass es richtig oder falsch in dem Sinne nicht gibt und dass es darauf ankommt ;) aber wenn ich Antworten zu ein oder zwei Punkten bekäme, wäre ich schon zufrieden.

Um es kurz zu machen; ich hab ein bisschen Angst vor dieser Hand. Wenn ich im Turnier J-J bekomme und gut mit Chips ausgestattet bin, dann raise ich preflop schon mind. 5BB so dass ich weitestgehend sicher sein kann, dass ich am Flop nur noch A oder K weichen muss.

Leider bin ich nicht oft mit sovielen Chips ausgestattet und limpen wie mit einem kleinen Pocket mag ich mit J-J halt auch wieder nicht. Ausserdem bräuchte ich sobald auch nur eine Q fällt, schon wieder ein set um mich sicher zu fühlen.

Deshalb meine Frage; gibt es wenigstens ein paar Richtlinien, nach denen man J-J spielt? Habe zu der Hand nämlich noch nie was gelesen.

Ich glaube dass ich damit einfach zu viel Value verschenke und das ist imho mit der Grund warum ich bei Turnieren in der Endphase regelmässig einknicke.

Vorab mal besten Dank und gl4all,
Mountain
there is no way to fold ten high

River Rats Blog

supergrobi

Trainee

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Saturday, April 14th 2007, 3:24am

Hallo Mountain,

Genau es kommt drauf an. ;) In EP limpe ich JJ nur. Ab MP Standardraise 4BB und abwarten was passiert. Wenn auf dem Flop nur Karten unter Q fallen dann natürlich Feuer frei. Manchmal bette ich mit JJ Postflop selbst wenn A.K. oder Q liegen! Man kann somit die Leute rausdrängen die mit kleinen Pockets gecallt haben. Dennoch sollte mit QQ,JJ und TT immer schon das fold! im Hinterkopf haben falls jemand reraist. Dann kommts natürlich auch auf den Stack des Gegeners an usw. In der Endphase gehhe ich z.B. mit JJ als Shortstack sofort all-in.

Ich weiß allerdings nicht ob das weiterhilft ich bin
gerade wieder als 59ter von über 2000 Leuten gebustet.
Es ist wie verhext ich kriege keinen FT mehr gebacken.

Mal sehen wie Alex die JJ sieht.

Alex Lauzon

Head-Coach

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Saturday, April 14th 2007, 9:50pm

Re: Wie spielt man J-J?

Hallo Mountain!

J-J ist ein sehr gefährliches Blatt. In später Turnierphase, mit hohen Blinds, wenn die Agressivität allgemein ansteigt, eignet es sich fast immer zum Angriff bzw. auch zum Call. Die Wahrscheinlichkeit, dass es ein höheres Taschenpaar am Tisch gibt, ist etwa 8 zu 1 (voll besetzt).

In früherer Turnierphase ist grundsätzlich größte Vorsicht angeraten. Bietet der Stack genügend Spielraum, so sollte man doch versuchen, durch ein entsprechendes Raise oder Reraise, einen einzigen Gegner zu isolieren. Fällt A, K oder Q im Flop, ist ein Testeinsatz oder kleines Testraise noch immer angebracht, falls es sich um keinen sonderlich agressiven Gegner handelt, und dessen Reaktion somit Einblick in seine Stärke erlaubt. Handelt es sich jedoch um einen Gegner, der in solchem Fall auch mit einem kleineren Taschenpaar oder ein Kaufchance All-in gehen würde, dann bleibt die Entscheidung ziemlich offen: einen Versuch starten, um den Stack zu verdoppeln oder vorsichtig zurückziehen und auf eine bessere Möglichkeit warten.
Die ersten Investitionen rechnen sich in solchem Fall dadurch, dass sie immerhin die Chance auf Trips oder Überpaar bezahlt haben.

Ist Dein Stack aber schon in der frühen Turnierphase eher knapp, dann kannst Du J-J natürlich immer zu einem Vollangriff nutzen, um Deine Situation zu verbessern. Im Falle eines All-ins vor dem Flop, bist Du nur gegen A-A, K-K und Q-Q unterliegen. Gegen A-K, A-Q und K-Q hast Du die 50%-Chance und in allen anderen Fällen bist Du Favorit.

Vorsicht ist aber nicht nur geboten, wenn ein besonders zurückhaltender Spieler Beteiligung zeigt, sonder auch, wenn mehrere Spieler Anzeichen setzten, sich an einem hohen Pot zu beteiligen. Zu selten überlebt J-J in solchem Fall.

Ich selbst trenne mich von J-J ziemlich häufig schon vor dem Flop, wenn ich mich in keinen teuren Pot verrennen will. Zu den wirklichen Favoriten gehört dieses Blatt bei weitem nicht. (Online habe ich übrigens durch Pokertracker festgestellt, dass, in meinem Fall, J-J langfristig zu Verlusten geführt hat!)

Wie Du richtig erwähnt hast, es erfordert wirklich sehr viel Felxibilität und ein Generalrezept lässt sich bei J-J mit Sicherheit nicht finden.

Ich hoffe, ich konnte die Situation etwas beleuchten!

Alex

Mountain

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Sunday, April 15th 2007, 12:55am

Hallo Alex,

konntest Du, ja!

Das ausprobieren der Feinheiten wird mich zwar wieder eine Menge Geld kosten aber wenigstens habe ich jetzt einen roten Faden. Zu Händen wie A-K oder A-A gibt es Beiträge bis zum Erbrechen aber J-J wird extrem selten erwähnt.

So konnte ich bei den Händen wenigstens mit irgendwas beginnen. Die Feinheiten kommen dann mit der Zeit von selbst. Aber wenn man so gar keine Vorstellung hat, ist das echt lästig.

Also vielen Dank!!!

Ich werd damit experimentieren und in ein paar Wochen - sollte es dann noch hier irgendwo dazupassen - meine Erfahrungen schildern.

Grüße in dieses schöne Land mit dem Ahornblatt :D ,

Mountain
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jotjot

Junior

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Friday, July 10th 2009, 9:34pm

push!

Denn die Jacks sind immer wieder interessant, respektive schwierig bis unangenehm zu spielen. Im Turnier, als auch im Cashgame.
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Ich fand damals diesen Threat sehr gut, daher die Wiederbelebung.
"Ein Leben schwindet oder weitet sich aus im Verhältnis zum eigenen Mut"

Anais Nin