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Date of registration: Mar 13th 2007

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Monday, June 11th 2007, 7:57pm

Fullring-Tische voller Fische meiden?

Hallo!

Ich bin gerade via den Link auf Ihrer Site zu jener von gamblingexklusive.com gesurft und hab einige Interviewfragen an und die entsprechenden Antworten von Michael Keiner gelesen.

Diese hier fand ich sehr interessant:

Thema: Profitable Tische
Frage: "Wenn ich die Spielertypen sicher erkennen kann, sollte man aus dieser Kenntnis auch Kapital schlagen können. Welche Tische, außer denen voller Fische, versprechen den größten Profit?"

Antwort: "Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass Tische voller Fische die profitabelsten sind. An einem solchen Tisch wird Bluffen nahezu unmöglich und man fängt sich eine Menge „Bad Beats“ ein. Die kurzfristigen Swings nehmen drastische Ausmaße an und an einem schlechten Tag kann man mit einem ordentlichen Minus nach Hause fahren. Natürlich ist hier auf lange Sicht ein beständiges Einkommen möglich, aber dafür muss auch gewährleistet sein, dass man regelmäßig an einer solchen Partie teilnehmen kann. Auf die gesunde Mischung kommt es an: Ich selbst bevorzuge Tische mit 2 bis 3 Fischen, 2 bis 3 Rocks und ansonsten gute und erfahrene Spieler. Hier werden die individuellen Reaktionen wesentlich kalkulierbarer und die Verlustrisiken minimiert."


Also: Langfristig gesehen ist ein Tisch mit vielen Fischen sicherlich sehr profitabel. Problem: Wenn man die Führung einer Hand überommen hat preflop oder am Flop, und dann gegen mehrere (passive) Callingstations betet, wird man immer wieder trotzdem hinten liegen (gegen schwache 2 Pairs z.B.) und - wie Keiner schon sagt - auch manche Bad Beats zu verkraften haben. Wenn man also in eine kleine "Pechsträhne" läuft und nicht sehr tiltresistent ist, sollte man also solche Tische besser meiden. Was meinen Sie dazu, Herr Lauzon?

vitti

Moderator

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Monday, June 11th 2007, 9:29pm

Sorry das ich hier antworte - aber Tische voller Fische sind klasse - du musst halt tight spielen - und nicht mit TPTK all in gehen.

Warte auf deine Sets etc und du wirst SEHR SEHR gut belohnt werden. Bluffen musste da aber auch sein lassen

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Monday, June 11th 2007, 11:35pm

NL von mir aus - ich sprech hier aber von Limit ;)

eistee

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Tuesday, June 12th 2007, 3:04am

ein einziger theoretischer gedanke zu diesem thema sollte ausreichen:
man nehme einen der von herrn keiner bevorzugten tische und ersetze einen guten spieler durch einen fisch. per definition hat der fisch insgesamt einen geringeren erwartungswert. wo bleibt also das geld, was er im vergleich zum besseren spieler verschenkt?

richtig, bei uns.
ok, nicht bei uns allen. bei herrn keiner zum beispiel nicht, der spielt am nachbartisch. hier waren ihm zu viele fische ;)
Erfrischungsgetränk mit Tee-Extrakt und Zitronengeschmack. Ohne Farbstoffe. One Konservierungsstoffe. Kein Instanttee.

Alex Lauzon

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Sunday, June 17th 2007, 8:02pm

Verspätung

Habe ich doch tatsächlich so lange nicht ins Forum geschaut! Da darf ich mich doch auch gleich bei Eistee bedanken, dass er die Wartezeit so exzellent überbrückt hat!

Der Unterschied hat sich im Dialog mit Eistee schon herauskristallisiert und ich kann mir vorstellen, dass Michael Keiner bei seiner Erklärung Limit-Tische gemeint hat (ich selbst habe das GX-Magazin noch nicht erhalten - der Postweg nach Kanada dauert länger).
Eine typische Erfahrung zu diesem Thema machte ich Anfang März im Grand Casino Basel. Limit 10/20 und es gab praktisch keinen Flop, der nicht zumindest sieben Beteiligte hatte - auch bei Raise und Reraise. Dann folgte immer das große Kopfschütteln, wenn am Flop ein Einsatz erfolgte, ein Raise - und immer noch blieben alle im Pot. Dann ergeben sich natürlich Situationen, dass ein Board mit A - J - 10 beginnt, es folgt 3, dann die 5, und wer gewinnt? 4 - 2 offsuite!

Den ersten Abend habe ich mit 800 Verlust abgeschlossen. Am zweiten Abend habe ich dann 1.000 gewonnen, doch dabei ist wieder bezeichnend, dass die Hälfte davon in der letzten Stunde kam, als der Tisch extrem shorthanded war. Da erst hat sich meine Überlegenheit erst wirklich gezeigt.
Bei No-Limit ist ein ganzer Tisch von schwachen Spielern sicher nicht störend. Zwar häufen sich auch dort Bad Beats, wenn bei einem Board von A-K-5 ein Spieler mit 10-5 in der Hand ein All-in callt und die dritte 5 kauft, doch wir wissen, wie selten dies passiert.

Limitfan

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Sunday, July 15th 2007, 5:19pm

Hallo!
Ich spiele im Internet täglich etwa 5 Stunden Limit 1/2 und sehe solche Situationen ständig. Ich glaube aber nicht, dass ein guter, tighter Spieler auf lange Sicht doch gewinnen würde, denn es sind eben zu viele Spieler bis zum Schluss im Rennen (trotz Raise und Reraise wie Alex Lauzon es oben beschreibt) und einer von ihnen hat dann eben Glück und trifft doch noch das, was für sein Blatt (oder besser: Mistblatt) ideal ist und für dein gutes Blatt zu viel. Du gewinnst zwar doch öfter, aber nicht oft genug um die vielen Bad Beats ausgleichen zu können. Der eigentliche Gewiner so eines Tisches ist das Kasino, denn das Geld fließt ständig zwischen den Maniacs hin und her (immer zu dem der gerade das Glück hatte) und das Kasino streift eine Menge an Rake ein. Beobachtet man den Chipsstand dieser Leute bemerkt man, dass auch ihr Geld trotz der ständigen Gewinne immer weniger wird, außer bei dem einen, der an diesem Tag das meiste Glück hat.
2 Beispiele: Ich habe KK, raise, man geht natürlich mit und es kommt ein schöner Regenbogenflop ohne Ass und ohne Straßengefahr. Ein Spieler setzt, ich erhöhe und - oh Wunder - alle außer dem einen steigen aus.
Es folgt Pik Dame und auf dem River Pik König, ich habe mein Set und was zeigt mein Gegner? J5 in Pik (der Flop enthielt natürlich nichts davon, nur eine Pik Karte - aber man wird doch noch mitgehen und hoffen dürfen).
Ich habe UTG AKs, raise, 5 Spieler gehen mit. Flop: AK3. Ich setze, ein Spieler erhöht. Da ich weiß, dass er keinen Drilling hat (auch bei einem Paar Dreier wäre preflop sofort ein Reraise gekommen) mache ich ein Reraise und er callt (ich denke er hat ein Ass mit niedirgem Kicker, auf das bilden sich ja die Low Limit Spieler so viel ein). Turn:8 River:8, ich denke jetzt doch an die Gefahr von A8 und was wird aufgedeckt? 3-8, mit dieser Hand ging er alle Erhöhungen mit.
Das waren keine Extrembeispiele, beides passierte innerhalb von 30 Minuten.
Ich kann Alex Lauzons Erfahrungen nur bestätigen, dass man bei solchen Mitspielern an einem Shorthandtisch viel besser dran ist. Ich spiele nur mehr an Sechsertischen, da gibt es nicht genug Leute, dass einer immer doch noch trifft. Am schönsten ist es natürlich, wenn manchmal alle bis auf einen solchen Spieler den Tisch verlassen und man kann mit ihm Heads up spielen. Da kann man ihm in 10 Minuten locker 50 bis 60 Big Blinds abnehmen (irgendwann geht er dann leider auch, weil er denkt, dass er kein Glück mehr hat).