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arden5000

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Monday, February 4th 2008, 12:22pm

small stakes holdem von sklansky et al.

Lieber Herr Lauzon,

nachdem ich ihr Buch holdem!pokern wie die profis mehrmals gelesen habe und mit diesem Wissen die niedrigen Limits bis 1-2 $ regelmäßig schlage, habe ich mir zur Vertiefung small stakes holdem von sklansky zugelegt und war nach der ersten Lektüre durchaus überrascht. Der in diesem Buch vertretene Stil kommt mir im Vergleich zu den Konzeptionen in Ihrem Buch extrem loose und aggressiv vor. Kennen Sie dieses Buch von Sklansky? Falls ja, würde mich Ihre Meinung dazu interessieren, es weicht von den empfohlenen Strategien (zB der Preflop-Kartenauswahl und dem Setzverhalten an Flop, Turn und River dem Umgang mi loosen Spieleren etc) doch sehr stark von Ihren Empfehlungen ab.

Beste Grüße aus Wien,

Christoph

Alex Lauzon

Head-Coach

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Monday, February 4th 2008, 8:54pm

Hallo Christoph

Es freut mich, dass Du (im Forum haben wir die Höflichkeitsanrede storniert!) durch das Lesen meines Buches Erfolg hast. Was das genannte Buch von Sklansky betrifft, ich habe es nicht gelesen.

Zuerst möchte ich Dir raten, niemals eine Strategie, mit der Du Erfolg hast, grundlegend zu ändern. Gewisse Anpassungen, vorsichtige Experimente zur Optimierung, sind natürlich immer angebracht. In keinem Fall würde ich aber plötzlich das Aggressionslevel anheben.

Die in meinem Buch erklärten Strategien sind nicht speziell auf Small Stakes zugeschnitten. In unserer Pokerschool gibt es aber einfache Konzepte zum Spiel auf Mikro-Limits. $ 1/2 liegt im Grenzbereich. Manchmal läuft's auf diesen Tischen extrem wild, dann findet sich aber wieder eine Gruppe, mit der man ernstzunehmenden Poker spielen kann.

Wahrscheinlich wäre es für alle Leser interessant, einige der Punkte zu erwähnen, in denen Sklansky am niedrigen Limit mehr Aggressivität empfiehlt. Es wäre nett, wenn Du diese mit uns teilen würdest.

Grüß mir die Donau,

Alex

arden5000

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Tuesday, February 5th 2008, 11:08am

Hallo Alex,

vielen Dank für die rasche Antwort.
Vorweg zum Sklansky Buch (ich beziehe mich im folgenden auf die deutsche Ausgabe): er empfiehlt seine Konzeptionen von ganz niedrigen Limits bis zu Limithöhen von $4/$8.
Nun einige Beispiele zu den Konzepten von Sklansky, die er nachdrücklich empfiehlt und von meinem bisher erarbeiteten Wissen ziemlich abweichen:

Zunächst lehnt er ausdrücklich die auch in Deinem Buch enthaltene (und von mir bisher mit Erfolg angewandte) Empfehlung antizyklischen Verhaltens (also umso tighter je looser und aggressiver die Gegner sind) ausdrücklich ab und empfiehlt an loosen Tischen auch looser zu spielen. Weiters lehnt er Lehrsätze wie in dubio pro fold bzw fit or fold ausdrücklich ab und empfiehlt auch dann am River zu callen, wenn man nur ein halbwegs passables Blatt hat, auch wenn dieses mit ziemlicher Sicherheit nicht gewinnen wird.

Verwundert hat mich vor allem auch, dass er immer wieder betont, dass man mit AK immer nur for value betten soll und niemals um das Feld zu verkleinern (ebenso mit kleinen Taschenpaaren). Auch mit Straight- oder Flushdrwas sollte man nach Sklansky meit for value betten und so gut wie nie callen. Sklansky weist zwar immer darauf hin, dass in den meisten limit-Büchern eben die genannten Grundsätze empfohlen werden, er lehnt diese aber ausdrücklich ab und meint, man würde dadurch zwar oft weniger verlieren, aber sich oft auch viele Gewinne entgehen lassen, was nach Sklansky ein "schrecklicher" Fehler ist.
All das hat mich doch ziemlich versunsichert weil Skansky ziemlich dominant schreibt und immer mehrmals betont, dass zwar in den meisten Büchern anderes steht, dies aber falsch wäre ("diese Autoren verstehen Poker nicht") und man auf jedenfall und bedingungslos seinen Empfehlungen folgen sollte. Er meint dass die meisten Limit Bücher einen zu vorsichtigen Stil empfehlen, der dazu führt, dass man viel weniger an Gewinn herausholt als mit seinem Konzept. Man würde sich dann nicht weiter entwickeln und sein Leben lang immer nur den "Mindestgewinn" einfahren.
Auch soll man nach Sklansky gesparte Bets niemals als Gewinn ansehen, weil auch diese Denkweise zu einem zu vorsichtigem Spiel verleitet. Ich könnte noch einige weitere Beispiele bringen (zB geht Sklansky ziemlich großzügig mit Implied Odds um, sodass in vielen seiner Empfehlungen auch noch Gutshot Draws noch profitabel erscheinen) möchte es aber nun bei dem bisher gesagtem belassen.
Bin etwas verwirrt und habe den Eindruck, dass man bei Befolgung dieser Speilweise leicht zum Maniac mutiert.

Dann noch einige konkrete Preflop Empfehlungen zur Kartenauswahl (für Multiway-Pots): Sklansky empfiehlt bereits in Early Position (!) jedes Taschnpaar zu spielen (bis zu 22), weiters geichfarbige Karten (QJs-Q9s, JTs-J9s, sowie suited connecors bis 98s) und KQ-KJ (os). Bis inkl KQ empfiehlt er auch zu raisen. Diese Empfehlungen gelten nach Sklansky sogar bei geraistem Pot (er empfiehlt also sogar mit 22 ein raise zu coldcallen und ab 99 zu reraisen).
In Late Positione sollen nach Sklansky (bei ungeraistem Pot) zusätzlich K8s-K2s, Q8s, J8s, J7s, suited connectors bis 43 und suited one-gappers bis 53 gespielt werden. Gegen ein Raise empfiehlt Sklansky jedes A-x (suited) und suited connectors bis 76s zu spielen.

Eine Stellungnahme würde mich sehr interessieren und freuen.

Liebe Grüße,

Christoph

Fred

Trainee

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Tuesday, February 5th 2008, 12:04pm

dubio pro fold bzw fit or fold

Was ist das?
Hier blogge ich

Road_Runner

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Tuesday, February 5th 2008, 1:33pm

in dubio pro fold: Im Zweifelsfalle folden
fit or fold: Flop treffen, ansonsten folden

Vasilly

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Tuesday, February 5th 2008, 1:34pm

@Fred: Im Zweifel lieber für den fold entscheiden

@arden:
Kann es sein, daß die Bücher verschiedene Spiele beleuchten? Bezieht sich Sklansky Buch evtl. auf Limit HoldEm und nicht auf NO LIMIT??

Quoted

Sklansky weist zwar immer darauf hin, dass in den meisten limit-Büchern eben die genannten Grundsätze empfohlen werden


Ein anderer möglicher Erklärungsansatz wäre evtl. die Buy In Menge, die man mit an den Tisch nimmt. Hier in der PA geht man mit dem Maximum an den Tisch. Bei PS oder anderen kann man auch die SSS spielen. Die SmallStackStrategie, bei der man mit dem minimum chips an den Tisch geht und bei jeder halbwegs passablen Hand sofort pushed.
Wer bei PartyPoker in den niedrigen Limits spielt, wird diese Strategie häufig bei den Gegnern vorfinden.

Persönlich kann ich mit dieser Strategie recht wenig anfangen. Ein raise, ein call, eine conti, ein call - flutsch und weg ist der stack und es heißt re-buy.
Ohne T und ohne D, OO AO!

Road_Runner

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Tuesday, February 5th 2008, 1:37pm

Richtig erkannt. Bei Small Stakes Holdem geht es um Fixed Limit.

arden5000

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Tuesday, February 5th 2008, 2:02pm

Es geht beide Male um Limit holdem (sowohl bei Sklansky, als auch in den entsprechenden Passagen bei Lauzon)

Vasilly

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Tuesday, February 5th 2008, 3:02pm

OK, ich hatte das erste Buch von Alex im Kopf....und da wird (soweit meine Erinnerung mich nicht trübt) nicht über reines Limit Hold EM gesprochen.
Ohne T und ohne D, OO AO!

arden5000

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Tuesday, February 5th 2008, 3:28pm

Auch im zweiten Lauzon Buch gibt es einen eigenen No-Limit Abschnitt. Aber der Hauptteil des Buches bezieht sich ausschließlich auf fixed limit und empfiehlt einige Dinge ganz gegenteilig zu Sklansky.

Alex Lauzon

Head-Coach

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Tuesday, February 5th 2008, 10:40pm

Fischzucht?

Bei einigen von Sklanskys Empfehlungen frage ich mich, ob er sich eine neue Art von Gegnern heranziehen möchte! :)

Dass tightes Spiel auf loosen Tischen Ausnahmen unterliegt, schreibt er auch an anderer Stelle - und hat damit völlig recht. Vor dem Flop lassen sich wesentlich mehr Karten spielen, weil die Odds absolut passen, um auf Straights und Flushs zu warten, und danach lässt sich mit halbwegs gutem Blatt natürlich auch die Callfreudigkeit der Gegner nützen.

Was K-8 und J-7 betrifft, würde ich damit sehr vorsichtig umgehen. Das Problem liegt, insbesondere in Multiway-Pots, darin, dass derartige Karten auch im Falle von Verbesserung oft geschlagen werden. Wie soll ein Blatt profitabel werden, wenn es sich nicht nur selten verbessert, sondern dann auch noch oft zum zweitbesten Blatt?
Bei vielen Callern lassen sich natürlich auch kleine Pocket-Pairs von UTG spielen, ebenso wie alle Connectors, One- und Two-Gappers. Die Pots werden so hoch, dass sich die seltene Verbesserung lohnt.
Calls am River sind am Limit-Tisch natürlich auch oft profitabel, zumindest gegen einen Gegner. Die Odds stehen dabei so günstig, dass man schießlich nur in einem von mehreren Fällen gewinnen muss. Dazu kommt noch, dass sich Spieler mit Bluffs zurückhalten müssen, wenn regelmäßig gecallt wird.
Anders aber, wenn mehrere Gegner im Pot sind. Dann werden Calls mit dem niedrigsten Paar oder mit Ace-High meist sinnlos.
Was meinen Ausspruch "in Dubio pro Fold" betrifft, so beziehen sich zumindest einige der im Buch angeführten Beispiele auf frühe Einsatzrunden. Mit zweifelhaftem Blatt den Flop zu Callen, den Turn, eventuell ein Raise und dann noch den River, alles zusammen kann natürlich nicht mit einem einfachen River-Call verglichen werden.

Wie schon in meiner letzten Antwort erwähnt, das Spiel plötzlich extrem aufzulockern, führt selten zum Erfolg. Kalkulierenden Spielern vorzuwerfen, dass sie immer zu den Kleingewinnern gehören werden, erscheint mir nicht wirklich als guter Rat. Natürgemäß, die Rake bedenkend, ist es nur ein kleiner Prozentsatz von Spielern, die regelmäßig gewinnen. Wie sollte die Umkehr einer gewinnbringenden Strategie zu größerem Erfolg führen? Lass Dich nicht verunsichern! Spiel Deinen erfolgreichen Stil weiter und verbessere ihn durch vorsichtige Experimente. Nimm Schritt um Schritt ein paar Hole-Cards mehr ins Repertoir, halte den einen oder anderen Gegner ehrlich, durch Calls am River. Weiche aber nicht zu sehr von der Linie ab, die Dir Erfolg beschieden hat.

arden5000

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Wednesday, February 6th 2008, 8:20am

Hallo Alex

Vielen Dank für die ausführliche Antwort, fahre wie gesagt mit Deinen Empfehlungen sehr erfolgreich (konnte gestern Abend auf Limit $1/2$ in eineinhalb Stunden 60 $ gewinnen (hatte allerdings ziemlich überdurchschnittliche Karten), war eben nur verunsichert, weil Sklanksy immer wieder betont: "Wenn in anderen Büchern anderes steht, glauben Sie es nicht etc." ZB FN 43: "Die häufige Empfehlung spielen Sie tight, wenn die anderen loose sind, ist falsch" und ähnliches. Übrigens, ist mir gestern noch bei der Lektüre aufgefallen, an anderer Stelle ist Sklansky wieder extrem tight: So bezeichnet er connectors os und one-gappers os generell als unprofitabel und empfiehlt, diese sogar vom SB bei unraised Pot zu folden.

Wie auch immer, werde bei meinem Spiel bleiben.

Nochmals schöne Grüße aus Wien,

Christoph

Alex Lauzon

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Wednesday, February 6th 2008, 4:09pm

Hallo Christoph

Noch kurz zu den Connectors und One-Gappers: A-K und selbst Trips werden bei viel Beteiligung sehr oft durch Straights geschlagen. Somit entspricht es der Logik, Hole-Cards, die Straights ermöglichen, zu spielen. Ich erinnere mich dabei an einen Limit Tisch 10/20 Franken in Basel, wo es praktisch niemand fertigbrachte, vor dem Flop zu passen.
Der Profit kommt daher, dass die anderen in wildem Optimismus am Flop weiterspielen. Wir aber passen natürlich, wenn wir nicht zumindest zwei Paare oder einen Open-Ender erwischen.

Ich bin Anfang April in Wien. Vielleicht trifft man sich beim Circle oder im CCC.

Viele Grüße,

Alex

arden5000

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Thursday, February 7th 2008, 12:22pm

Würde mich sehr freuen, den Meister einmal persönlich kennenzulernen und vielleicht sogar am Tisch zu erleben. Muss allerdings einräumen, dass sich meine bisherigen Erfahrungen ausschließlich auf online-Spiele beschränken.

LG,

Christoph

Alex Lauzon

Head-Coach

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Thursday, February 7th 2008, 4:16pm

Circle Wien

:thumbsup: Wunderbar, bring einfach viel Geld mit!

Limitfan

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Friday, February 8th 2008, 9:55pm

Hallo!

Auch ich war ganz wild auf dieses Buch, wollte es bei meinem letzten Londonbesuch unbedingt mitbringen, habe es in der Buchhandlung durchgeblättert und dann nicht gekauft, weil ich auch vieles für sehr merkwürdig halte, besonders nachdem ich jetzt Deine Zusammenfassung gelesen habe.

Allerdings habe ich, als ich Live Limit 3/6 zu spielen begann (und dagegen ist ein Limit 25c/50c Tisch im Internet ein Tisch voller Rocks!!!), bemerkt, dass ich mein Spiel umstellen muss, und da decken sich einige meiner Erfahrungen doch mit Sklansky (wie gesagt Erfahrungen, ich behaupte nicht, die alleinige Wahrheit zu kennen und alles, was andere schreiben, ist Schwachsinn):

Preflop gehen meist mindestens sechs Leute mit, Erhöhungen interessieren keinen, besonders wenn sie schon gesetzt haben, dann bringen sie auch nachher das Raise oder Reraise. Jeder, der ein Paar getroffen hat oder einen Draw hat (Gutshot egal) geht ohne Beachtung von Outs und Pot Odds bis zum Schluss mit. Daher wirst Du auch die Pocket Rockets kaum durchbringen, weil eigentlich zum Schluss immer irgendwer 2 Paare hat (und sei es 8-2). Aber Du hast eben auch gute Implied Pot Odds, weil so viele bis zum Showdown zahlen, daher kannst Du etwas anders spielen:

Auch ich spiele an solchen Tischen jedes Paar aus jeder Position, auch noch nach einem Raise, floppe ich ein Set, bekomme ich bis zum Showdown noch immer so viel Geld, dass ich die Fehlversuche, wo ich mich nach dem Flop sofort verabschiede, locker einspiele.

Mit Suited Connectors floppst Du vielleicht mindestens ein Paar oder einen Draw, dann hast du an solchen Tischen gute Pot Odds, um zumindest die Turnkarte noch zu sehen (warum Sklansky, wie Du schreibst, auf einen Draw nicht zahlen will, ist mir schleierhaft). Wenn nicht, einfach verabschieden, die nächste Chance kommt bestimmt.

Ein Raise preflop mache ich nur aus früher Position und nur, wenn ich wirklich ein ganz hohes Paar bekomme (das ich dann auch zeige, wenn ich verliere), nach ein paar Tagen im selben Casino haben dann die meisten nach einem Raise von mir weggeschmissen und ich konnte im Gegensatz zu häufigen Raisern wirklich das Feld sehr verkleinern. Haben schon einige bezahlt, raise ich nie, denn es zahlen dann sowieso alle nach, und ich verliere wieder mit meinen Königen oder Assen.

Von AK trenne ich mich in Gedanken schon beim Ansehen, denn wenn Ass oder König kommt, gewinnt sehr oft dann der, der mit K2 seine 2 Paare bekommt, daher versuche ich, so wenig Geld wie möglich zu verlieren und verzichte auf ein Raise und Reraise, auch wenn ich das Paar gefloppt habe, die Leute zahlen sowieso und ein Paar reicht eben selten.

Das Wichtigste an solchen Tischen scheint mir zu sein, dass man sich nach dem Flop verabschieden kann, wenn man nicht wirklich gute Chancen auf ein sehr starkes Blatt hat, dann wird man oft ein wenig verlieren, aber ein paar Mal einen sehr großen Pot gewinnen.

Wie gesagt, das sind meine persönlichen Erfahrungen mit Low Limit Holdem, bis jetzt war ich recht erfolgreich damit, auch Alex schreibt in seinem ersten Buch, dass man an Low Limit Tischen anders spielen muss, aber fast alle Pokerbücher sich an dem Poker höherer Limits orientieren. Ich denke wie Du, dass die Ratschläge von Alex viel besser sind als die von Sklansky, und da du damit ja erfolgreich bist, solltest Du nicht Deine Spielweise komplett umstellen, weil ein Herr Sklansy meint, dass alle anderen Autoren Schwachsinn schreiben.

LG Limitfan

RoyalFarmer

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Saturday, February 9th 2008, 12:13am

Quoted

Haben schon einige bezahlt, raise ich nie, denn es zahlen dann sowieso alle nach, und ich verliere wieder mit meinen Königen oder Assen.
Ist das nicht grundsätzlich falsch, da wir schließlich preflop die beste Hand haben und daher von den Bets die dort in den Pot kommen langfristig einen gewissen Prozentsatz gewinnen?

Bei 4 Gegnern die den Raise callen und einer Equity von ca. 40% machen wir langfristig doch eine Bet (5 Bets x 0,4= 2B - die eigene) Gewinn oder nicht?

Limitfan

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Saturday, February 9th 2008, 12:57am

Theoretisch würde ich Dir vollkommen recht geben, allerdings gibt es oft trotz Raise noch 7 Leute im Pot, und wenn Du nicht den Drilling bekommst, kannst Du an solchen Tischen dein Pocket Pair vergessen, müsstest aber am Turn und am River wieder zahlen (und da eben noch doppelt), daher ist der Prozentsatz an denen man sie durchbekommt an diesen Tischen sehr gering (Pocket Asse oder Könige habe ich schon oft am Turn weggeschmissen, Könige manchmal am Flop, und ich war nachher eigentlich meist froh darüber). Ob Du preflop die beste Hand hast, ist in solchen Situationen sehr unwichtig (außer eben, du kannst das Feld verkleinern), wahrscheinlich klingt es verrückt, aber an solchen Tischen habe ich lieber J-10s als die Pocket Asse (ok, in meinem Casino bekommt man 500 Euro, wenn man dreimal in 24 Stunden mit den Assen verliert, ich habe schon kassiert und es gibt an der Tafel immer eine lange Liste von Asse Verlierern, daher habe ich sie trotzdem ganz gern).

Alex Lauzon

Head-Coach

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Saturday, February 9th 2008, 4:06pm

@Limitfan

Du hast Deinen Standpunkt sehr gut formuliert und ich gebe Dir völlig recht. (Danke auch für die Komplimente zu meinen Büchern!)

500 Dollar für dreimal verlieren mit A-A? Das kann nur das Concord sein, nicht wahr?
Mein letzter Besuch dort hat mich 3.500 gekostet! Ein alkoholisierter Maniac, NL 5/10, hat regelmäßig meinen Stack kassiert: A-A gegen 7-7 und er kriegt die 7. A-K gegen J-3, A-K im Flop und er kriegt seine Straight - den Rest habe ich vergessen!
Bevor ich auf Tilt ging, habe ich abgebrochen, zu Abend gegessen und etwas Bier getrunken. Zwei Stunden später war der Maniac, der vorher 6.000 oder 7.000 im Plus gewesen ist, pleite.

Was 3/6 Limit betrifft, so hatte Thomas von Rhinepoker dort auch seine wildesten Erfahrungen. Er musste zuerst einmal alles, was er zuvor gelernt hatte, vergessen, um Erfolg zu haben.

Von unvermeidlichen Einzelverlusten, wenn sich die Karten einfach nicht einstellen, abgesehen, langfristig sind solche Tische unglaublich profitabel. Aber, natürlich, mit enormen Swings.

Viele Grüße

Alex

Limitfan

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Saturday, February 9th 2008, 6:04pm

Hallo!

Ja, es war das CCC.

Komisch, dass die alkoholisierten Maniacs, die spätnachts plötzlich auftauchen, in der ersten Stunde, die sie spielen, immer Glück haben. X( Am Limittisch komme ich da glücklicherweise noch mit einem blauen Auge davon.

Viele Grüße

Limitfan