Deine Überlegung ist grundsätzlich richtig, trifft aber insbesondere auf jene Karten zu, die mit Sicherheit gespielt werden, z.B. hohe Pocket-Pairs, A-K, etc. Dies einfach auf "any suited" umzulegen, wäre übertrieben. Auch in locker gespielten Turnieren, sollte

nicht als Blatt eingestuft werden, mit dem Raises gecallt werden.
Mit dem Artikel wollte ich demonstrieren, dass die Gefahr, dass ein Gegner den Flush gefloppt haben könnte, grundsätzlich sehr klein ist.
Grenze ich die möglichen Kombinationen ein, mit denen ich einem bestimmten Gegner den Call eines Preflop-Raises zutraue, z. B. Ass mit Kicker bis 10, A-x nur suited, any Broadway suited und offsuite etc., so mag sich die Wahrscheinlichkeit etwas erhöhen, doch nicht genug, um an der eigenen Spielweise etwas zu ändern. Zumindest solange nicht, bis das Verhalten des Gegners eine höhere Wahrscheinlichkeit für den Flush erwarten lässt.