zu Hand 1:
damit geh ich gegen den pleite. Entweder er ist ein ganz besonders extrem ausgefuchster, der Dir am Turn die Freikarte gibt und dann zur Not foldet, wenn am River das dritte Kreuz fällt (Hut ab) oder er hat definitv kein Ass. Es liegen am River ca. 75 im Pot und Du musst 1:3 callen ---> supereasy
Allerdings frage ich mich, warum Du am Flop weniger als halben Pot spielst. An der Stelle ne Portion mehr (ca. 18 ) und dann ist der call des All-Ins nur noch Formsache (oder er foldet). Die Flopbet war deutlich zu wenig, das callt der auch mit (evtl. sogar 77 oder 88 ) 99 - QQ, wenn er Dir das A nicht glaubt.
Das schaut eigentlich schwer nach nem Underpair zu Dir, oder nem verpassten Flushdraw aus. Ein Set hat er sicher keins und das A hätte er ebenfalls verteidigen müssen.
Langfristig machst Du mit dem Call am River Gewinn.
zu Hand 2:
Das mit der Conti kann man trotzdem machen, 2/3 Pot an der Stelle und Du weisst (wahrscheinlich) was los ist und sparst Geld falls einer draufhaut. Aber man kann anstatt zu folden auch checkraisen (auf knapp 20) und dann im Falle eines Pushes immer noch weglegen. (würde ich in min. 30% dieser Fälle machen)
Nur weil der einmal AK nicht gereraiset hat muss er es an der Stelle nicht schon wieder haben. Uns sein Einsatz sieht jetzt auch nicht nach Protection, sondern nach Probe aus, deswegen reicht ein "etwas-über-min" Reraise auch vollkommen aus. Schließlich warst Du preflop der Agressor.
Generell zu KK mit nem Ass im Flop (was, zumindest gefühlt, in 80% aller Fälle passiert

): Wenn ich selbst der preflop-Aggressor war, dann spiele ich das A auch ordentlich an. Das mache ich auch, wenn ich nicht KK, sondern etwas deutlich schlechteres vor mir liegen habe. Besonders gerne OOP, denn dann kann sich mein Gegner aussuchen, ob er ohne Ass hier weitermachen will.
KK hier check/fold zu spielen, mach ich nur, wenn ich entweder einen Mörderread habe, oder der Gegner einer aus der "Ohne Ass in der Hand spiel ich NIEMALS" Fraktion ist und Stats von 5/1 hat.