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Mountain

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1

Sunday, April 15th 2007, 1:34am

open minimumraise

"ich mag nicht viel von NL im speziellen verstehen, aber ein open minimumraise würde ich in tausend jahren nicht spielen"

Das musste ich mir gerade im Chat anhören. Wenn derjenige, der das zu mir gesagt hat, es hier liest, wird er wahrscheinlich lachen müssen - aber es geht mir jetzt nicht mehr aus dem Kopf.

Zur Situation:

ich spiele sowohl am Anfang als auch in der mittleren Phase eines Turnieres nur seeeeehr ausgewählte Hände. Unter K-J ist da eher selten etwas dabei.

Bei Händen wie A-A, A-K oder K-K ist ein preflopraise von drei bis sechs BB natürlich Standard aber bei einer Hand wie K-Qo ist ein 3BBraise meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt. Ich spreche hier von der Anfangs- bis Mittelphase des Turnieres in der die Blinds noch moderat sind.

Limpen mag ich solche Hände aber auch nicht. Ergo entscheide ich mich für den oben besagten minimumraise. Dazu kommt, dass ich wie schon gesagt, immer ein extrem tightes Image habe. Vpip liegt meist bei 12 - 15% und pfr bei 12%. Die Differenz kommt hauptsächlich durch kleinere Pockets zustande, welche ich gerne limpe.

Was ist daran so falsch? Sehe ich hier irgendwas verkehrt? Natürlich muss ich diese Hände oft aufgeben aber das fällt mir grade aufgrund des minimumraise dann auch nicht schwer. Ausserdem habe ich festgestellt, dass es genau diese Situationen sind, die bei mir häufig zum double-up führen.

Ich habe auch überhaupt kein Problem mit aggressivem Spiel. In den letzten vier Tagen habe ich 44 HU Turniere gespielt und 31 davon gewonnen. Wie schon an anderer Stelle gesagt, kann ich 70% meiner MTT itm beenden wenn ich es darauf anlege. Mein einziges Manko sind die letzten 20% eines MTT`s. Aber das wird wohl kaum daran liegen, dass ich anfänglich gerne Minimumraises mache.

Also helfe mir bitte jemand - was ist so falsch an einem Minimumraise in den oben beschriebenen Situationen???

Gl4all,
Mountain
there is no way to fold ten high

River Rats Blog

supergrobi

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2

Sunday, April 15th 2007, 3:09am

Hallo Mountain
auch auf die Gefahr hin das das Forum zu einem 2 Mann Event verkommt (ich würde mich über mehr besuch und postings hier freuen ) gebe ich hier meinen Senf zu dem minimumraise thema dazu.

Bis vor kurzem habe ich davon auch nichts gehalten! wie ließt man so oft in der einschlägigen literatur dazu: Minimumraise= einladung zu weiterer setzrunde. Ausnahme mit pockets AA als provokation zu, weitern raises!
Auch das ist bekannt!

Hierzu ein miterlebtes beispiel: Online Sunday million auf stars. Ich mangels BR nur partiell als railbird dabei. Tourney Endphase noch ca. 20-30 Spieler dabei. Aggressiver Chipleader dominiert den Tisch mit andauernden (jede 2te Hand) 3BB raises. Dann UTG auf einmal minimumraise 2BB. Ich denke sofort aufpassen der Kerl hat garantiert AA. Ein mitspieler mit AJ merkt es nicht bewertet den raise als schwäche ung geht mit AJ all-in und bustet! Selbstverständlich hatter der raiser AA.

Selber habe ich festgestellt das es in der endphase eines Tourneys extrem tight zugeht! unglaublich viele spieler warten auf ihre pockets AA,KK,QQ oder zumindestens AK. Hier reicht oft ein minimumraise um die leute zum folden zu bringen! Also so schlecht scheint das nicht zu sein!

Was schreibt denn Harrington dazu? Habe den eindruck alle lesen das Buch und verbessern sich in den MTTs. Denke ich muß es mir auchmal zulegen. Brachte es früher auch auf ca 2/3 ITM bei den Tourneys jetzt auf ca. 1/3 abgesunken. Ich bekomme die letzten 20% eines MTT auch nicht mehr geregelt.

Supergrobi

eistee

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3

Sunday, April 15th 2007, 9:37am

der hauptnachteil an einem minraise ist einfach, daß es doch so einige gute gründe gibt, den zu callen.
mit pocket pairs kann man eigentlich immer callen, wenn die stacks noch >20bb sind. als bb kann man hier ohne schlechtes gewissen mit bestimmt 30-50% aller hände callen.

btw beendest du nicht 70% deiner mtts itm. jedenfalls nicht langfristig. damit wärst du mit weitem abstand der beste spieler der welt und das glaube ich unbesehen einfach mal nicht.
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Mountain

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Sunday, April 15th 2007, 1:28pm

@ supergrobi

Ja, das habe ich auch schon gedacht. Wird Zeit dass sich die User hier mal wieder bewegen ;) . Lucky you. Ich würde auch gern schreiben " ich kriege die letzten 20% eines MTT nicht MEHR geregelt :D .

@ eistee

Doch, das stimmte. Jetzt zwar nicht mehr, da ich seit neuestem versuche, Turniere auch zu gewinnen und seitdem ists aus mit den 70%. Von daher hast Du mit "langfristig" absolut recht.

Wie ich an anderer Stelle schrieb, war ich broke und hatte am 01.03.2007 nur noch 56ct. Am 31.03.2007 waren es über 50$. Da ich zu 90% nur Turniere gespielt habe (hauptsächlich MTT) und nie eines gewonnen oder auch nur in den vorderen Preisrängen beendet habe, ging das nur mit 70% itm.

Mittlerweile nervt es mich aber, weil ich auch gewinnen will und somit hat sich das Risiko erhöht und meine itm-quote ist auf ca. 30% abgesackt.

TT:

so wie ich dich verstehe sagst Du, dass ein minimumraise deshalb falsch ist, weil ich mich dann der Gefahr eines Pockets aussetze. Das wäre ja aber nur dann der Fall, wenn es ein hohes wäre da ich wie gesagt nur hohe Kartenwerte spiele. Oder wenn ich auf ein set treffe. Diese Wahrscheinlichkeit ist aber eher gering und ausserdem kann ich mich relativ leicht von meiner Hand trennen, eben weil ich nicht so viel investiert habe.

Eine andere Möglichkeit wäre, dass ich auf zwei Paare laufe aber diese "Chance" hab ich ja ganz genauso.

Das mit dem ">20bb" gibt mir etwas zu denken. Aber so ganz überzeugt bin ich immer noch nicht?!?
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supergrobi

Trainee

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Sunday, April 15th 2007, 4:51pm

Bei mir läuft es genauso. Früher auf ITM gespielt und auch sehr oft erreicht. Jetzt wird auch auf sieg gespielt und man geht zu hohes risiko weil man sich mit einem ca. average stack nicht zufrieden geben will (du weißt schon jeder hält sich für den größten pokerspieler der welt) und man verliert.

Ich war es allerdings ''gewohnt'' ca. 2-3 mal im Monat den FT zu erreichen!
Jetzt läuft es allerdings schon 6! Wochen gegen mich. Da kann man wohl kaum noch von downswing sprechen. Denke mal meine Spieweise hat sich nicht so sehr verändert. Ergo müssen die gegner sich verbessert haben. Meine Strategie in der Anfangsphase sich einen Fisch schnappen und sich aufdoppeln oder man hat glück und doppelt sich gegen einen gleichwertigen gegner auf. Versuche meinen Stack ca. jede stunde zu verdreifachen. das entspricht in etwa average! das schaffe ich meistens oder oft in den ersten beiden stunden. dann ist meist feierabend.

Es wird tight gespielt und ein coinflip jagt den anderen. Habe den eindruck wenn man sich nicht an dieser lotterie beteiligt hat man keine chance. Versucht man strategisch zu spielen knallt einem einer(meist short stack) einen all-In vor den Latz!

Also mucken oder callen und dann gehts halt 50/50 in die Hose.
Dennoch muß es hier eine Strategie geben die langfristig zum erfolg führt!!
Man sieht ja wie diverse online-MTT cracks (annette_15,comeonphish,zangzeban24 usw,)verblüffend oft ITM und auch an den FT spielen.

Na ja es gibt noch viel zu lernen. Vielleicht komme ich auch noch dahinter. Irgendjemand eine Idee?

Supergrobi

Mountain

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Sunday, April 15th 2007, 5:38pm

Hi supergrobi.

Hatte ich bis grad eben nicht aber nachdem ich deinen cashgame - post gelesen habe, ist mir doch noch eine Idee gekommen.

Die meisten können etweder nur cashgame oder Turniere profitabel spielen. Selbst die Pros spielen etwas davon bevorzugt.

Chris Ferguson hat mir mal im Chat gesagt, das er so gut wie nie cash spielt, weil er glaubt, dass ein erfolgreicher cashspieler zu zurückhaltend ist, um erfolgreich Turniere zu spielen und ein erfolgreicher Turnierspieler fürs cashgame wiederum zu aggressiv ist.

Da du ja gerade einen richtigen Lauf im cash hast, hast Du deine Spielweise womöglich auf Turniere übertragen?

Mountain
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River Rats Blog

supergrobi

Trainee

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Sunday, April 15th 2007, 5:57pm

Ja kann schon sein das das cashgame mein turnierspiel beeinflusst. Zur Zt. finanziert mir mein cashgame die tourney buy ins sodaß wenigstens die BR nicht leidet. Ja Ferguson spielt wohl selten Cash. Er ist schonmal als Folding-Station bei High stakes poker dabei (vielleicht wird er hier auch gesponsert) Ich weiß nur das Gus hansen hier immer mit eigenem geld spielt.

Was mich jetzt verunsichert ist das ich im cash zur Zeit erfolge mit aggressiven spiel habe und die tourneys sehr tight spiele. Umgekehrt wie es Ferguson sagt. Das habe ich mir von den onlinecracks abgeschaut die auch verblüffend viel folden um dann mit Monstern zuzuschlagen.
Würde je bedeuten das ich aggresiver im tourney spielen sollte.

Das wäre ja auch richtig denn man sollte ja beim tighten spiel looser spielen. Wenn ich aber dann mal einen move oder steal starte geht der auch meistens prompt in die hose.


Anscheinend geht mir zur Zt. das ''Gefühl'' für die Gegner ab. Hoffe es kommt bald wieder denn es wird mal wieder Zeit für einen FT.