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Schmiddi

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Wednesday, November 4th 2009, 11:44pm

NL4 Sieg durch All in??

Ich denke mir der small Blind will nur klauen. Also Raise ich Ihn 3bet um die entscheidung Pre Flop zusuchen.
Auf dem Flop checkt er und ich sehe das als schwäche und durch mein Open end Straightdraw sehe ich mich immer noch gut genug für eine Cbet. In der nach betrachtung sehe ich die Cbet eventuell zuhoch.
Auf dem Turn treffe ich mein Set Allerdings ist ne Straight und nen Flushdraw nicht unwarscheinlich und jetzt spielt er slow. Also checke ich mit um sollte er auf dem River betten zufolden. Und bei nem Check mit zuchecken.

Der River kommt ungünstig und ich will wenn ich hinten liegen sollte nicht noch mehr Geld verlieren.

http://www.pokerhand.org/?4852404

Habe vergessen seine stats zuposten. Auf 150 Hände spielt er VP$IP 80 PFR 10. 150 sind jetzt nicht viel aber ich Poste die trozdem mal falls noch mehr infos benötigt werden einfach schreiben welche.

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pokerakademie (05.11.2009)

pokerakademie

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Thursday, November 5th 2009, 12:31am

Ich habe meine Antwort bereits fertig, werde sie aber erst veröffentlichen, wenn noch ein paar andere Kommentare geschrieben wurden.

Diejenigen, die etwas dazu schreiben möchten bitte dran denken: erst die HH ansehen, dann direkt drauf antworten und ERST DANACH die Kommentare der anderen lesen - Danke
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Thursday, November 5th 2009, 8:53am

So weit so gut, ich hätte die Hand genauso gespielt .
Bis auf die 0,36 nach dem Flop da wär bei openend und weil ich der Agressor war 3/4 Pott rein, um zu sehen wo ich stehe.

1 . Fold Equtiy.
2. Ich will dem Gegner keine Freecard geben. Bei 0,36 Cent in einen Pott von 1.08 ist das praktisch eine Einladung zur günstigen Card
3. Ich selber will kein Karo aufm Board sehen.

alpman

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Thursday, November 5th 2009, 10:05am

Ich finde Deine Spielweise gut, da Du sie anscheinend auf jeder Straße anhand der neuen Information angepasst hast:

1. Vor dem Flop ist ein Raise mit TT legitim, SB macht ja nicht mal eine potsize bet. Außerdem hast Du Position. SB geht trotz Odds von 1:2 mit.
2. Ich hätte nach Check von SB auch vorgelegt. Bei dem Board die richtige Höhe der CBet zu finden ist meiner Meinung nach schwierig, da Du schon geschlagen sein kannst oder SB kleine bis sehr starke Draws haben kann (Gut Shot oder OESD oder Flush Draw, bzw. Kombinationen davon). Aus diesem Grund würde ich aus Informationsgründen ebenfalls knapp über halben Pot setzen. Gefällt ihm das Board nicht, legt er weg.

3. Er geht mit un deswegen finde ich check behind am Turn und River gut, da Du schon geschlagen sein kannst. Am Turn hast Du zwar noch 10 theoretische outs auf das Full House aber das ist kein Grund, die Welle zu machen.

All in am River (das war die Frage, oder?), wäre das Schlechteste, was Du machen kannst. Dich schlagen ziemlich viele Hände. Gesetzt den Fall, Du schmeißt alles rein und SB legt weg, gewinnst Du 1.38 (1). Geht er mit und gewinnt, verlierst Du 2.78 (2). Geht er mit und verliert, gewinnst Du 2.78 (3).

Fall 2 und 3 müssten also mindestens zu gleichen Prozentzahlen auftreten, damit Du Gewinn machst (die 1.38, die schon im Pot liegen). Bzw. Fall 3 muss öfter auftreten als Fall 2.

Warum? Gewinn = x % * Fall 1 - y % * Fall 2 + z % * Fall 3 (Split Pot ist in diesem Fall nicht möglich)
[17:16:35] Chrischen : klau mir die blind s wenn die schlampe nicht im pott ist

---

sanci25: Ihr könnt ja nur nicht gegen Frauen verlieren

jotjot

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Thursday, November 5th 2009, 12:33pm

Als CBet gespielt ist sie nicht zu hoch. Du hast auch am Turn noch Outs aufs FH und ich hätte hier nochmal gefeuert (ist aber nicht zwingend). Du hast Position und kannst sie so nutzen.
Er spielt hier nicht unbedingt slow, sondern spielt einfach nicht an; möglicherweise aus Respekt/Angst vor der Turnkarte. Ob Du ihn zum folden bekommst ist auf dem Limit leider eine andere Frage, aber er kann nur noch mit Straight oder Flush (max Nutflushdraw) noch dabei bleiben.
Ceck-behind ist am River völlig in Ordnung.

JJ
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Anais Nin

Vasilly

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Thursday, November 5th 2009, 1:13pm

Moin,

das re-raise Pre geht so in Ordnung. Am Flop sollte die Conti etwas höher ausfallen, Rest kann man auch so spielen. Ob er am River noch Foldfähig ist??? Schwer zu sagen, dafür müßte man den Gegner besser kennen, ich vermute aber, er wird mit der Straße bezahlen (Limit + Gegner)...
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pokerakademie

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Thursday, November 5th 2009, 1:48pm

So, hier kommt mein kleiner Roman, den ich wie gesagt bereits unmittelbar nachdem Schmiddi die Hand gepostet hat, geschrieben habe.

Bitte unbedingt beachten, dass sich mein Kommentar auch auf höhere Limits anwenden lässt. Ich habe gerade die anderen Antworten gelesen und stelle mit Erstaunen fest, dass ihr die Stats des Gegners offenbar nicht mit ins Kalkül gezogen habt. NL4 hin, NL4 her, wenn wir schon PokerTracker einsetzen sollten wir es auch nutzen, finde ich ;)



So, ab hier kommt der bereits fertige Text:



Zunächst mal zu den Stats des Gegners: wer auf 150 Hände 80/10 spielt, macht das auch bei den nächsten 1000, von daher sagt das schon einiges aus.

Nach welchen Kriterien er entscheidet, wann geraist wird, in dem Fall sogar noch aus der allerschlechtesten postflop-Position, ist wahrscheinlich unbekannt, aber denken wir mal positiv (für ihn), dann wird er das auf Grund des 10% Wertes eher mit sehr guten Händen machen. Beim callen ist er da ja weitaus weniger wählerisch.

Laut Pokerstove sind PFR 10 folgende Hände: 88+ QTs+ und AJo+.

Nehmen wir also einmal an, seine Hand befindet sich in dieser Range, dann liegts Du nur gegen folgendes klar vorne: 88 und 99, sowie QTs, das entspricht nur 12% seiner nun angenommenen Range

TT ist unwahrscheinlich, lassen wir also mal ausser Acht

Gegen JJ+ (18 %) schauts für Dich extrem unschön aus und gegen den Rest der Range (60%) ist es eine Coinflip-Situation

Kurze Zusammenfassung:

Favorit: 12%
Coinflip: 60%
Underdog: 18%

ABER, Du hast einen enormen Vorteil: Du hast Position auf ihn und die solltest Du an dieser Stelle ausnutzen, in dem Du nicht reraist, sondern einfach nur callst und Dir erstmal den Flop ansiehst. Durch Dein Reraise wirst Du ihn preflop eh nicht verdrängen, denn wer ansonsten 80% freiwillig callt, der folded nach einem eigenen Raise NIE und NIMMER mehr. Evtl. schlägt er sogar nochmal drauf und dann kannst Du Deine Hand an Ort und Stelle entsorgen, OHNE den Flop gesehen zu haben. Beim nächsten Mal auf sowas achten ;)

Auch sein Stack ist interessant, denn er hat nur 2,78 € und im Falle eines gefloppten Sets Deinerseits (darauf spekulieren wir mit einem Call hier primär), sollte der Gegner zumindest nochmal das 12-fache des preflop-Einsatzes vor sich liegen haben, also 3,84 €, bzw. 1,20, wenn Du "nur" callst. Letzteres würde passen. Beim nächsten Mal auch auf sowas achten ;)

OK, nun ist es aber so wie es ist und der Flop ist, naja, sagen wir mal mittelprächtig. OESD ist schön, 2 Overcards sind hässlich und der Flushdraw kann maximal bei ihm ankommen. Und er checkt! Warum? Will er Dir eine Falle stellen, oder hat er voll verfehlt? Bei seiner angenommenen Range ist das allerings gar nicht so einfach, hier voll daneben zu liegen, ausser mit AKs in :h: :c: oder :s: . Aber hätte er damit preflop nicht evtl. nochmal zurückgeschlagen? Ebenso mit AA, KK und QQ?

OK, wir reden hier von einem 80%er (vor meiner Pokerkarriere habe ich diese Zahl ausschliesslich mit STROH-Rum assoziiert) auf NL4, da müssen wir nicht allzuviel hineininterpretieren, aber wir glauben ihm einfach mal eine gute Hand, deswegen würde ich in den allermeisten Fällen (90%) an dieser Stelle die Freikarte zur möglichen Straight nehmen, anstatt hier anzuspielen. Und falls ich anspiele (10% der Fälle), dann sollte es nach wirklicher Stärke aussehen = min. 3/4 Pot, ca. 50 Cent, um ihm möglicherweise die Lust am Draw-jagen zu verderben. Deine 36 Cent schrecken nicht wirklich ab, was sein Call auch beweist.

Oh Jeeeeh was für ein Drecksturn. Endlich das Set, aber auch der mögliche Flush und spätestens jetzt die Straight beim Gegner. Hier friert die Maus ein (Zitat von Chrischen) und wir hoffen auf eine weitere Freikarte zum Full House/Quads, oder perfekten Odds für den Call (max. 30 Cent). Hurra er checkt, check behind, alles richtig gemacht. :thumbsup:

Der River bringt die Gewissheit, dass die Hofnung wieder mal zuletzt gestorben ist und dank des Gegners check gibts nen kostenlosen Showdown, der gerne angenommen wird. Geld wird hier sicherlich keines mehr investiert, denn alles was uns callt, schlägt uns auch, von 2Pair und AA (ohne :d:) mal abgesehen.


Fazit: preflop nur callen, wenn man es mit einem "nur 10% Preflop-Raiser" zu tun hat, egal, ob er sonst VPIP 12 oder 95 spielt. Ansonsten die Position ausnüzten und sich über die Freikarten freuen. Massive Einsätze nur mit geflopptem Set oder nem getroffenen Draw, der zumindest in der Nähe der Nuts liegt.

Turn und River hast Du einwandfrei gespielt!

Amen :akademiker:
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Athos

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Thursday, November 5th 2009, 1:52pm

comment ge-grunched:

Nun, 150 Hände reichen durchaus aus, um eine recht sichere Tendenz zu sehen. Also: der spielt 80/10. Das heißt, er spielt viel, raist aber selten. Und hier raist er. Das würde mir sagen, insbesondere da er ooP sitzt, dass er nun durchaus eine in seinen Augen raisefähige Hand hat (die Range, die ich ihm geben würde, wäre Pocketpair, 20+ Augen oder AX). Dass ich da mit TT in position reraise (for value), ist klar. Am Flop wird es meiner Meinung nach haarig. Der Flop kann durchaus seine Range getroffen haben, und der check könnte eine checkraise-Falle sein. Die Flopentscheidung für mich wäre sehr schwierig. Eine Freecard nehmen hätte den Charme, diese gratis zu bekommen. Ist er zu diesem Zeitpunkt besser als ich, hat er einen Fehler gemacht. Ist er zu diesem Zeitpunkt schlechter als ich (z.B. 77), habe ich (noch) keinen gemacht (glaube ich). Eine CBet wäre ja nur dann sinnvoll, wenn ich will, dass er mit einer schlechteren Hand (z.B. 77) callt (was ich für unwahrscheinlich empfinde), oder dass er eine bessere Hand wegschmeißt. Und das ist das Problem, denn es hängt von folgenden Fragen ab:

- Wie schlecht muss die bessere Hand sein, dass er sie (auf NL4) wegschmeißt?
- Wie hoch muss ich setzen, dass er das tut?
- Und sind diese beiden Fragen bei einem 80er Spieler überhaupt von Belang??

Vermutlich hätte ich den Flop behind gecheckt. Wenn ich mich aber für eine CBet entschieden hätte, dann deutlich höher (60-72).

Am Turn wird es nicht einfacher, denn er hat die "Probe-Bet" gecallt, sprich: er hatte entweder einen besseren Treffer oder einen Draw oder beides. Underpairs schließe ich nun aus seiner Range aus. Jeder K liegt vorne. Alle anderen Hände seiner Range liegen nun hinten. Hier am Turn hätte ich vermutlich meinen Stand ausprobiert (halber Pot). Raised er, calle ich nach Mathematik (10 Outs). Callt er nur, checke ich DIESEN River ebenfalls behind, denn dieser River ist so übel wie nur sonst was. Hier wird eine Riverbet von mir NUR noch mit der besseren Hand gecallt. Ich glaube nicht, dass Du DIESEN Spieler mit einem All in vertrieben hättest. Jedenfalls nicht einen 80er Spieler auf NL4. Glaube ich nicht.

Athos
Die lebendige Substanz ist ferner das Sein, welches in Wahrheit Subjekt oder, was dasselbe heißt, welches in Wahrheit wirklich ist, nur insofern sie die Bewegung des Sichselbstsetzens oder die Vermittlung des Sichanderswerdens mit sich selbst ist. Sie ist als Subjekt die reine einfache Negativität, eben dadurch die Entzweiung des Einfachen; oder die entgegengesetzte Verdopplung.

Georg Wilhelm Friedrich Hegel

Vasilly

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Thursday, November 5th 2009, 3:12pm

@micha
oder @all...

Quoted

preflop nur callen, wenn man es mit einem "nur 10% Preflop-Raiser" zu tun hat, egal, ob er sonst VPIP 12 oder 95 spielt


????
wie bitte?? Warum denn das?? Oder beziehst Du das auf die Position, bzw. auf diesen Fall von BvB?
Wenn Dein Zitat "allgemeingültig" ist, dürfte ich auf NL50 überhaupt keine 3Bet spielen....da raised kaum einer mehr als PFR10....wir haben Position und kommt ein passender Flop, nimmt man oft genug den Pot durch eine Conti mit.
Wenn man mit 1010 IP nur called, was macht man denn dann am Flop, sei es er kommt A high oder 6 high, wenn man mit einer Conti konfrontiert ist?? FOLD?? Spielst Du dann nur mit dem Set weiter??
Deinen Spielzug würd ich gegen jemanden machen, der PFR Werte von 1, 2 oder 3 hat...
Ohne T und ohne D, OO AO!

Schmiddi

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Thursday, November 5th 2009, 3:54pm

Erstmal danke für die nette Bewertung.

Ich schalte einfach mal das Ergebnis frei. Dann wird auch ersichtlich warum ich das Topic gewählt habe. Ich würde allerdings jederzeit auf Turn und River wieder so spielen gegen Ihn. Weil ich habe mir in dem mom gedacht ok checkst du mit und wenn du verlierst machst du nen halben Schritt zurück um Ihn bei nächster gelegenheit mit 7 Meilenstiefeln zu überholen aber du gibst ihm keine Chips/Geld mehr. Und wenn du gewinnst freust du dich über das Geld und machst Ihn weiter fertig ^^.


MfG

pokerakademie

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Thursday, November 5th 2009, 4:21pm

es geht nicht um BvB (hat, auch wenn Tim hier angesprochen ist, NIX mit Borussia Dortmund zu tun - hier heisst es Blind vs. Blind)

es geht um die Position und die Tatsache dass hier ein Dauercaller auf einmal OOP ein Raise ansetzt.

Im Gegensatz zu Athos Meinung, gebe ich ihm hier die ganz kleinen Paare NICHT und deswegen ist TT hier entweder die unterste Hand zum raisen, oder die höchste zum "nur" callen. Und da wir hier von einem niedrigen Limit reden (da beziehe ich auch NL10 und NL20 mit ein) wäre meine Entscheidung hier der Call, weil mein Raise zu 100% gecallt wird.

Der Gegner wird auch bei ner A im Flop nicht weglegen, wenn er nur seinen J getroffen hat und dann will ich mit TT nicht mehr investiert haben als notwendig. Ich spiele die Hand nur weiter, wenn ich das Set treffe, ne kostenlose oder oddsgünstige Straight am Turn/River bekomme (OHNE Flush), oder der Flop 9high ist. Dann teste ich am Flop das Wasser und gibts contra bin ich weg.
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Schmiddi

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Thursday, November 5th 2009, 6:18pm



Turn und River hast Du einwandfrei gespielt!

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Ein Lob vom Micha das Makiere ich ganz dick im Kalender 8)

Athos

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Thursday, November 5th 2009, 6:50pm

Und da wir hier von einem niedrigen Limit reden (da beziehe ich auch NL10 und NL20 mit ein) wäre meine Entscheidung hier der Call, weil mein Raise zu 100% gecallt wird


Und bei mir wäre halt die Entscheidung preflop reraise, nicht damit er passt, sondern weil ich WILL, dass er callt.
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Vasilly

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Thursday, November 5th 2009, 6:57pm

Ok Micha, dann hab ich Dich falsch verstanden, da Du geschrieben hast

Quoted

egal, ob er sonst VPIP 12 oder 95 spielt


Ein VPIP 12 Spieler ist eben kein "Dauercaller" ;)
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pokerakademie

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Thursday, November 5th 2009, 7:08pm

Und bei mir wäre halt die Entscheidung preflop reraise, nicht damit er passt, sondern weil ich WILL, dass er callt.
Aus Deiner Sicht hat er auch eine deutlich größere Range, die über die 10% laut PokerStove hinausgeht. Die Hände die Du ihm gibst sind ungefahr bei 25% anzusiedeln (exakt sogar 27,3%) Dann sieht es auch für mich anders aus.

Hätte ich den Kollegen schon mal mit Ax oder 55 raisen sehen, dann geht das preflop-Reraise OK, aber ohne diese Info würde ich mich, zumindest auf diesem Limit, auf die nackten Zahlen verlassen und die sprechen eigentlich gegen das Reraise.
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Road_Runner

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Thursday, November 5th 2009, 7:12pm

grunged:

Schauen wir uns zuerst einmal den Gegner und die Situation an:
bischen mehr als halber Stack, 80/10 Stats, Blind Battle.

Auf eine 3bet wird der Gegner wohl bei diesen Stats und auf diesem Limit nicht folden. Geht ja schließlich um nichts und in BBs wird noch nicht gerechnet. Zudem ist man ja im Beruf erfolgreich und hat schon mindestens 10 Stunden Poker auf DSF geschaut.

Welche Range geben wir also dem Gegner? Er raist mit 80/10 vom SB und ich stimme dir völlig zu, dass es sich hierbei um einen Blindsklau handelt. Falls du noch nicht so ganz mit den Statistiken vertraut bist hier ein kurzer Exkurs:

Der PFR-Wert bezieht sich bei Shorthanded-Tischen auf die Position des Hijacks oder MP3 (eine Position vor dem Cutoff). Raist der Gegner aus CO oder BU musst du den Wert Attempt to Steal anschauen. Raist der Gegner vom SB, musst du den ATS etwas erhöhen.
Nachdem wir nur den PFR haben, müssen wir daraus nun eine Range entwickeln mit der er den BB angreift. Bei 10% vom Hi-Jack würde ich sagen, er raist ca 25% vom SB.
Das wären also: 66+, A2s+, K6s+, J8s+, T8s+, A8s+, K9o+, QTo+, JTo+
gegen diese Range haben wir mit TT ca 60% Equity und sollten for Value raisen, wie gesagt werden wir den Pot nur in den seltensten Fällen direkt preflop gewinnen.

Am Flop sinkt unsere Equity gegen seine Range auf 56%. Sein Check signalisiert keine Schwäche, da meistens zum Preflopraiser gecheckt und nach einer Bet dann entsprechend reagiert wird (call, fold, check-raise).

Wir haben eine OESD und die Contibet sollte hier etwa 40-45C betragen. Durch unsere OESD könnte man auch behind checken. Es gibt jedoch auch viele Hände, gegen die wir zwar noch vorne sind, die aber Outs gegen uns haben. Zudem können wir auch auf den üblichen Minraise ohne schlechtes Gewissen callen.

Auf Turn und River wird es dann eklig, weil soviele Draws ankommen, so dass unser check behind gut ist

Alex Lauzon

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Friday, November 6th 2009, 7:12pm

All-in? Nein!

Die Frage nach dem All-in würde ich in jedem Fall mit einem klaren Nein beantworten.

:10c :10h in der Hand und :Qd :10d :9h im Flop bedeutet ein schwaches Paar und einen Open-Ender mit 6 Outs (ohne Karos). In einem geraisten Pot wird jede Bildkarte gefährlich, weil diese einfach öfter gespielt werden. Allerdings, Du hast am Flop den halben Pot angespielt. Damit hast Du die Range der Calls ziemlich hoch gesetzt - und zwar callt der Gegner mit jedem schwachen Treffer und mit jedem möglichen Draw, Gutshots eingeschlossen. Zwar glaube ich nicht, dass Dein Gegner bei einem Potsize-Bet mit Middle Pair und Gutshot gepasst hätte, auf höheren Tischen wäre es aber durchaus denkbar.

Nun, die :10d am Turn hat die Situation für Dich ruiniert. Nett war es von ihm, dass er Dir eine Freikarte für ein mögliches Full House überlassen hat. Zu Deinem Glück fiel ein weiteres Karo, was Dir den Call eines kleinen Suck-Bets erspart hat.