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Mountain

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Monday, July 30th 2007, 10:00am

Links zum Thema Staatsvertrag

Hallo Community,

KellyBlend hat mir diese Aufstellung per Mail zugesandt. Sind ein paar interessante Links dabei zum Thema Staatsvertrag und Online Poker.

Gruß, Mountain

Quoted

Eine Dokumentation (die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt und sicherlich noch unvollständig ist):


Eine umfangreiche Dokumentation zum Staatsvertrag


Gesetzesmaterialien:

[URL=http://www.schleswig-holstein.de/STK/DE/Service/Presse/PI/PDF/2007/MP/070710__stk__mp__staatsvertrag__gluecksspiel,templateId=raw,property=publicationFile.pdf]Der Wortlaut des Staatsvertrags[/URL]

Erläuterung zum Staatsvertrag

Synopse der Uni-Hohenheim


Entwicklungen auf Landesebene:

Der Gesetzentwurf NRW

Begründung NRW

Begründung Niedersachsen

Eine Presseveröffentlichung von Ministerpräsident Wulff


Gerichtsentscheidungen:

Eine Urteilssammlung

Totalniederlage des DLTB vor dem OLG Düsseldorf


Entwicklung in anderen EU-Staaten:

Entwicklung in Großbritannien

EU-Kommission attackiert Frankreich


Entwicklungen in der EU-Kommission

[URL=http://www.finanztreff.de/ftreff/kurse_einzelkurs_news,b,2,id,27121008,l,276,n,,p opup,1,r,0,s,A0JRU6,seite,kurse,sektion,0.html]Link zu Entwicklungen in der EU-Kommission[/URL]

Die erste Stellungnahme von Günter Verheugen

EU-Kommission schickt zweite kritische Stellungnahme zum Glücksspielstaatsvertrag

EU-Kommission fordert erneut Zulassung von privaten Anbietern (1)

EU-Kommission fordert erneut Zulassung von privaten Anbietern (2)

Glückspielmonopol - Rien ne va plus

Sportwetten: Wurde EU-Kommission hinters Licht geführt?


Sehr informative Stellungnahmen und News von Rechtsanwälten


Das wohl wichtigste Buch zum neuen Glückspielrecht


Gaming Law mit vielen Top News

Aktuelles und für Pokerspieler höchst interessant

Betting Law News Ausgabe 1 und 2
Anm.: Durch Click auf die englische Fahne erhält man den Text in Englischer Sprache.

Totales Verbot für Internet-Glücksspiele in Deutschland – Mission Impossible!


Weitere kritische Betrachtungen:

Kritische Betrachtungen aus der Linken Szene


Petitionen:

Eine Petition an die Bundeskanzlerin

Die Petition, der wir uns anschließen können!
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KellyBlend

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2

Tuesday, July 31st 2007, 3:05pm

Hallo Mountain,

ich möchte noch auf den imho wichtigsten Artikel zu diesem Thema besonders hinweisen.

Totales Verbot für Internet-Glücksspiele in Deutschland – Mission Impossible!
(This article is also available in English language – click on the UK flag to get it).

Darin wird darauf hingewiesen, welche Sperrmöglichkeiten der Gesetzgeber wohl ins Auge gefasst hat, welche Schwierigkeiten wohl bei der Umsetzung bestehen und wie man die Sperrmöglichkeiten umgehen kann.

Trotzdem, wir müssen mit den Schlimmsten rechnen und die Nebeneffekte, die das Gesetz bewirkt, werden uns Alle massiv tangieren. Es gibt wohl noch heiße Herbst- und Wintermonate, die da vor uns stehen und wir müssen die Entwicklung im Auge behalten.

Meine Konsequenz ist derzeit, alle Möglichkeiten noch voll auskosten und möglichst viel mitnehmen.

Gruss Kellyblend

RoyalFarmer

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Wednesday, August 1st 2007, 10:42am

Ist schon krass, was die sich alles so ausdenken.

Ich finde es schade, dass die Medien das Thema nicht aufgreifen, vom Staatsvertrag haben die meisten Menschen in Deutschland wohl nix mitbekommen.

Diese Ohnmacht gegen die Willkür irgendwelcher altklugen Politiker, die uns auch noch vorgaukeln, es gehe ihnen um das Wohl der Bevölkerung, kotzt mich an.

Vasilly

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Wednesday, August 1st 2007, 5:59pm

Da ich nicht all zu viel Zeit hatte, habe ich die/den Artikel meist nur angelesen.

Geht es dort weitesgehend um die Prävention der Sucht?

Wenn ja, wie viele Süchtige gibt es denn überhaupt, also hat es in diesem bereich mal eine Erhebung gegeben?

Für mich ist es schwer vorstellbar, daß Manschen mit GESUNDEM Verstand massenweise Haus und Hof verspielen.

Nun ja, werde bei passender Gelegenheit mal die ganzen Texte lesen.

es grüßt,
Vasilly

Mountain

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Wednesday, August 1st 2007, 7:08pm

Geht man einmal ganz kurz davon aus, dass es tatsächlich um das Thema Sucht geht, werden laut einer Studie etwa 0,5% süchtig. Darunter haben die 99,5% anderen zu leiden.

Dazu fällt mir eigentlich nur ein:

Wenn ein ganzer Zug bei der Bundeswehr unter einem einzigen zu leiden hatte, wussten wir, was zu tun war 8) .
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RoyalFarmer

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Wednesday, August 1st 2007, 7:15pm

Quoted from ""Mountain""



Wenn ein ganzer Zug bei der Bundeswehr unter einem einzigen zu leiden hatte, wussten wir, was zu tun war 8) .


:lol: :lol:

Muss grad an Full Metal Jacket denken^^ Seife in Handtücher einwickeln und dann los 8)

Mountain

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7

Wednesday, August 1st 2007, 7:19pm

Lol, na ist doch auch wahr. Wer sich nicht beherrschen kann, ist doch selbst schuld. Und diejenigen, die wirklich suchtkrank sind, gehören in Therapie. Wenn eine solche aus zu versteuernden Poker-Gewinnen bezahlt würde, hätte ich damit kein Problem.
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8

Saturday, August 4th 2007, 12:58pm

Quoted from ""Mountain""

LWenn eine solche aus zu versteuernden Poker-Gewinnen bezahlt würde, hätte ich damit kein Problem.


Und genau da liegt das Problem und das wahre Interesse unseres Staates.
Weder die Gewinne des Betreibers noch die der Teilnehmer unterliegen dem Zugriff der deutschen Finanzbehörden.
Würde es um die Gesundheit gehen wären z.B. Rauchen und Alkohol schlicht verboten.
Diese Aufzählung ließe sich beliebig fortsetzen.

Frank .. der gestern seinen Steuerbescheid ohne Einkünfte aus Glücksspiel bekommen hat.

:spade: :spade: :spade: :spade:

Mountain

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9

Thursday, August 9th 2007, 11:51pm

Hallo Community,

es wird positiver ;)

1. juraforum
2. isa-casinos 1
3. isa-casinos 2
4. Radio-interview auf SWR2 (mehr als nur empfehlenswert)
5. noch was zu Entspannung ;)
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KellyBlend

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Saturday, August 11th 2007, 10:11pm

Hallo All,

leider muss ich heute noch eine Ding loslassen, die den Wahnsinn perfekt macht.

Der Staatsvertrag, der uns Pokerspieler am Rande erfasst, sollte aus meiner Sicht bekämpft werden. Und nicht nur das. Wir sollten auch darum kämpfen, dass Online-Poker legalisiert wird und aus der Grauzone herauskommt, damit der Weg für eine Kontrolle der Poker-Anbieter frei wird und sie sich ohne Versteckspiel auch in Deutschland niederlassen können. Wir sollten es zumindest probieren und nicht Angst haben, dass wir etwas wachrütteln könnten, was die herrschende Klasse ohnehin bereits im Auge hat. Ich habe kein Unrechtsbewusstsein, etwas Verbotenes zu tun, werde es auch nie haben und sehe im Online-Pokerspiel kein Glückspiel, dass verboten werden müsste. Es ist Spaß und Unterhaltung und im Übrigen auch ein Medium zur internationalen und nationalen Kontakt- und Freundschaftsbildung unter Pokerspielern.

Ich habe in den letzten Tagen einige Pokerstrategieartikel geschrieben. Und beim Schreiben dieser Artikel wurde mir immer klarer vor Augen, dass Poker eine Art geistiger Kampfsport ist. Das Problem ist nur, dass wir unsere Meinung auch klar vertreten und darlegen müssen. Dabei brauchen wir auch ein Sprachrohr, das wir einsetzen können. Die Unwissenheit bei unseren Politikern in Deutschland ist einfach zu groß, um sich ein abschließendes Urteil bilden zu können. Ich möchte sogar behaupten, dass selbst die meisten Pokerspieler, den Unterschied zwischen einen aggressiven winning player und einem wahnsinnigen Glücksritter (Maniac) oder einem konservativen winning player und einem tighten Looser kaum wahrnehmen können. Poker ist ein Spiel, mit dem man die Entscheidungsbildung unter den Bedingungen von ungewissen Bewertungen, Vorhersagen, Täuschungen, Gegentäuschung und das Modellieren des Gegners sowie Risikomanagement trainieren kann. Die Teilnahme an diesem Glückspiel macht deshalb Sinn, weil das Spielergebnis (d.h. der Erwartungswert des Spielausgangs) bei guten Skills langfristig den Spieleinsatz (Geld und Aufwand) übersteigt. Sonst wäre auch meine Beteiligung am Pokerspiel irrational. Gutes Pokerspiel ist eine Wissenschaft und keine Zockerei.

Es gibt noch viele weitere Argumente, die ich aufzählen könnte (Einige habe ich bereits hier und in anderen Foren angedacht, aber noch nicht richtig ausformuliert. Das spare ich mir noch auf, bis ich einen Sinn darin erkenne). Zunächst möchte ich der Diskussion noch eine weitere Richtungsdimension hinzufügen, die unser Problem überlagert. Ich nehme dieses Forum als Medium, um im Rahmen meiner Bürgerrechte laut zum Kampf aufzurufen:


HALT STOPP MAL STAAT, … DAS GEHT NUN WIRKLICH ZU WEIT!

Es geht darum, dass wir noch begreifen müssen, dass uns ja noch ein weiterer Eingriff in unser Privatleben durch flächendeckendes PC-Screening und Vorratsdatenspeicherung droht.

Online-Durchsuchung von PCs durch Strafverfolger und Verfassungsschutz
Schäuble fordert Polizeikontrollen auf heimischen PCs
Anti-Terror-Zentrum überwacht Online-Aktivitäten
[URL=http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,486248,00.html]Schäuble will für den Bundestrojaner das Grundgesetz ändern[/URL]
[URL=http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,464631,00.html]NRW-Verfassungschutz spioniert weiter durchs Netz[/URL]

"Die Herrschaftsmaschine" von Burkhard Hirsch in der Süddeutschen


Quoted

Zitat Burkhard Hirsch:

„Private Computer sollen durchsucht werden

Und schließlich will der Bund nun offiziell regeln, was seine Dienste möglicherweise schon jetzt machen: Er will private PCs über den Internetanschluss mit einem Trojaner, also mit einer Wanze, bestücken können, um heimlich jedes Wort, jede Notiz, jeden elektronischen Atemzug mitlesen zu können.

Folgt der Bund dabei dem Beispiel eines nordrhein-westfälischen Gesetzes, dann wird die Frage, ob die Parlamentarische Kontrollkommission beteiligt und der Betroffene wenigstens nachträglich informiert werden soll, von dem Geheimdienst entschieden, der die „Online-Untersuchung“ vornimmt. Es ist schwer, dazu keine Satire zu schreiben.“


„Unsere Bürgerrechte sind kein lästiger Bremsklotz, sondern der Kern unserer Rechtsordnung. Die Stärke eines Staates besteht nicht darin, dass der Bürger ihn fürchtet, sondern dass er ihn als seinen Staat begreift und darum bereit ist, in ihm Verantwortung zu übernehmen und ihn zu verteidigen. Niemand wird einen Staat achten und verteidigen, der ihn als potentiellen Straftäter behandelt. Wir, die wir so denken, lassen uns nicht als liberale Restposten aus diesem Staat von denen herausdrängen, die ihre Sicherheit mit unserer Freiheit bezahlen wollen. „



In diesem Zussammenhang gibt es einen Demonstration an der sich wohl unzählige Bürgerrechtsbewegungen und alle Oppositionsparteien beteiligen werden (mit den Begriffen „Freiheit und Angst“ und „September“ oder alternativ „Schäuble Stasi 2.0“ googeln und ihr bekommt einen Überblick). Es geht darum, den Frontalangriff unserer Regierung gegen das Grundgesetz stoppen.

Die diversen Organisationen sind sich einig, dass es höchste Zeit ist, vor dem Hintergrund permanenter Verschärfungen von Sicherheits- und Überwachungsgesetzen für die Bewahrung der Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger auf die Straße zu gehen. Die Demonstration wendet sich unter anderem gegen die Vorratsspeicherung des Telekommunikationsverhaltens der gesamten Bevölkerung, die im Herbst auf der politischen Agenda steht, sowie gegen verdeckte Online-Durchsuchungen von Computern.

Ich finde, dass wir Pokerspieler prima zu dieser Bewegung passen und dort die Gelegenheit nutzen können, unsere Interessen einzubringen. Deshalb bitte ich alle Pokerspieler in Deutschland sich rege an dieser Demonstration zu beteiligen.

[URL=http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/125/116/lang,de/]Aufruf zur Demo „Freiheit statt Angst“[/URL]

Treffpunkt: Berlin am Samstag, den 22.9.2007 ab 14 Uhr am Pariser Platz (Brandenburger Tor)

[URL=http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/104/79/lang,de/]Hier gibt es bereits Stasi 2.0 T-Shirts[/URL]


Leute, die neue Technologien regulieren möchten, indem sie sie verbieten, bezeichnet man im englichen Sprachraum häufig als Luddites. Leute, die Technologien im Privatleben verbieten möchten, könnte man als Privacy Luddites bezeichnen. Luddites hatten früher in England gewöhnlich lobenswerte Ziele und gültige Interessen. Aber unserem Innenminister möchte ich auch unter Berücksichtung der Stasieinflüsse in unserm Lande hier einen neuen Spitznamen verpassen:





Stasi Captain Ned Ludd is watching you

Zum Abschluss noch folgender wunderschöne Satz, der voll zu unserem Thema Staatsvertrag und Verbot von Online-Poker passt:

When privacy is outlawed, then only outlaws will have privacy


Gruss KellyBlend

Road_Runner

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Sunday, August 12th 2007, 3:34am

ah jetzt weiß ich auch wer KellyBlend ist ;)

KellyBlend

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Sunday, August 19th 2007, 2:29am

Ich möchte mit dem Thema dieses Threads auch in diesem Forum persönlich einen Abschluss finden. Mountain hat zu mir folgendes gesagt: „Meine Empfehlung lass es sein“. Wer mich kennt, weiß dass ich nicht so schnell aufgebe, wenn ich mir ein bestimmtes Ziel vorgenommen habe. Normalerweise kämpfe ich weiter, bis ich etwas erreicht habe. Wenn ich mir aber die ganzen Online-Pokerspieler in Deutschland vorstelle und sehe, wie wenige sich davon in den verschiedenen Foren engagieren und wie wenige sich von dieser kleinen Minderheit dann auch noch für das Thema Staatsvertrag interessieren, dann fühle ich mich tatsächlich so, als wenn ich allein auf dem Mond gelandet wäre. Ich will mich darüber nicht beklagen. Ich kenne das mittlerweile aufgrund meiner vielen Posts in anderen Foren sehr gut. Insbesondere wenn man gute Beiträge postet, bekommt man die wenigste Resonanz. Die besten Ergebnisse kann man tatsächlich erzielen, wenn man in einen Post bewusst Fehler, Erklärungslücken oder provozierende Thesen einbaut. Das ist so und wird sich wahrscheinlich auch nicht ändern. Das ist für mich aber normalerweise kein Grund das Handtuch zu werfen.

Im vorliegenden Fall habe ich es aber auch mit Pokeranbietern, mit Fernsehsender, in einigen Foren und in einigen Organisationen probiert. Das Ergebnis: Keine oder nicht die gewünschte Resonanz. Meine Erkenntnis ist die, dass es in Deutschland derzeit keine Organisation gibt, die sich wirklich für die Spielinteressen einsetzt. Die einzelnen Foren sind eine Art Trostpflaster, stehen aber im Wettbewerb zueinander und können sich offensichtlich nicht zu einer gemeinsamen Aktion zusammenfinden.

Meine Meinung ist, dass wir selbst noch eine Organisation auf die Beine stellen müssen. Oder, wir müssen versuchen, zumindest ein abgestimmtes Petitionsschreiben mit Unterschriftenliste etc. selbst organisieren und irgendwie über die Presse eine breite Öffentlichkeitswirkung erreichen. Ein guter Schritt wäre sicherlich, wenn zumindest beim Thema Staatsvertrag die einzelnen Pokerforen aufeinander zugehen könnten. Mir fehlen dazu leider die Einflussmöglichkeiten und ich will mich auch nicht zu weit aus dem Fenster legen. So etwas müssten die Mods organisieren. Ich könnte lediglich bei einer Vermittlung helfen.

Nun habe ich es auch noch bei der GPPA German Poker Players Association versucht, diese Organisation aus dem Tiefschlaf aufzuwecken. Diese Organisation vertritt allerdings derzeit nur die Interessen der Offline-Pokerspieler und richtet Turniere aus. Möglicherweise ändert sich da aber etwas, da diese Organisation wohl durch mein Engagement mittlerweile begriffen hat, dass es im Zusammenhang mit dem Staatsvertrag eine große Chance gibt, diese Organisation weiterzuentwickeln. Ich habe u.a. folgende Nachricht an die GPPA geschickt:

Quoted


"Hallo ….,

danke für Deinen Hinweis. Ich habe dazu noch ein paar Bemerkungen:

1. Normalerweise wird eine Lobbyarbeit in einer Interessenvertretung auch durch eine bestimmte Informationsarbeit innerhalb einer Interessenvertretung begleitet. Die Mitglieder einer Interessensvertretung wissen also üblicherweise relativ gut Bescheid, welche Standpunkte, Positionen bzw. Interessen von der Interessenvertretung tatsächlich vertreten werden und haben damit auch die Basis, bei der Ausarbeitung der Standpunkte ihre Meinung abzugeben. Das kann öffentlich wie hier in einem Forum oder halt durch einen Austausch von Gedanken per E-Mail, Briefwechsel oder sonstiger Informationspost passieren.

2. Beim Poker haben wir grundsätzlich das besondere Problem, dass es derzeit ein verbotenes Glückspiel ist. Soweit Poker teilweise kein verbotenes Glückspiel darstellt, gibt es ein Problem bei der Abgrenzung zum nicht verbotenen Unterhaltungsspiel. Worauf ich in diesem Zusammenhang hinweisen will, ist, dass es angesichts des Verbots und zusätzlich aufgrund des deutschen Rechtsberatungsgesetzes sicherlich nicht unproblematisch ist, öffentlich in einem Forum eine Empfehlung an die Mitglieder abzugeben.

3. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass es sehr viele unterschiedliche Interessen gibt, die auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden müssen. Auch werden sich die Argumentationsketten unterscheiden. Jeweils abhängig von der spezifischen Interessenslage wird man unterschiedliche Argumente feststellen, die bei einer Gesamt-Interessensvertretung ebenfalls abgestimmt werden müssen. Wichtig erscheint mir zu sein, darauf hinzuweisen, dass z.B. ein Rechtsanwalt andere Interessen vertreten kann als sein Mandant, dass bei den Offline-Pokerspielern teilweise andere Interessen vorliegen, als bei den Online-Pokerspielern, dass sich die Interessen der Pokerspieler insgesamt mit Sicherheit von den Interessen der Sportwettenbetreiber und insbesondere den Interessen der sonstigen Glückspieler (ich meine insb. die Online-Casino-Zocker) unterscheiden, dass sich die Interessen der Online-Pokerspieler mit Sicherheit auch von den Interessen der Online-Pokeranbieter sowie speziell der Online-Casinoanbieter unterscheiden.

4. Ich als Online-Pokerspieler habe folgende Interessen. Ich möchte erreichen, dass Online-Poker von der Definition der verbotenen Glückspiele im Staatsvertrag ausgenommen wird.

In diesem Zusammenhang wird man wohl umfassend darlegen oder beweisen müssen, warum Poker tatsächlich kein Glückspiel, sondern ein Strategiespiel ist.

Man wird in diesem Zusammenhang auch darauf hinweisen müssen, dass die meisten Pokerspieler keine glückspielsüchtigen Zocker sind, sonder kühl kalkulierende Menschen. Es gibt keine wissenschaftlich fundierte Untersuchung über das Glückspielsuchtverhalten von Pokerspielern in Deutschland. In Deutschland gibt es kein einziges Forschungsinstitut, das sich mit diesem besonderen Problem bereits beschäftigt hat. Es gibt ein Institut zur Untersuchung der Glückspielsucht im Allgemeinen, das ist einem Drogeninstitut in Bremen zugeordnet.

Möglicherweise wird man aber trotzdem irgendwie einen Kompromiss finden müssen. Vielleicht sollte es tatsächlich so etwas wie einen Pokerspieler-Führerschein geben. Wenn ich mir ansehe, wie leicht sich ungeübte Spieler beim Spiel um Geld beim Online-Pokerspiel betätigen können, dann ist natürlich verständlich, warum der Gesetzgeber hiergegen auch etwas unternehmen will. Das damit aber der gesamte Pokersport und insbesondere das Spiel der geübten Pokerspieler als Glückspiel verteufelt wird, ist mit Sicherheit auch nicht richtig.

5. Beim Online-Pokerspiel gibt es spezifische Problemzonen. Auch dazu habe ich bereits einiges in verschiedenen Foren geschrieben. Ich möchte ein sauberes und faires Online-Pokerspiel. Dazu ist erforderlich, dass Online-Pokerspiel aus dem Graumarkt-Geschäft herauszuholen, dass Online-Pokeranbieter verstärkt kontrolliert werden und tatsächlich eine Möglichkeit zu faktischen Kontrolle geschaffen wird und schließlich auch noch, dass zusätzliche Maßnahmen bzw. Standards erarbeitet werden, die den Betrug beim Online-Poker, insbesondere auch durch die Spieler selbst, weitgehend unterbinden.

Das waren meine Gedanken, die ich der Poker-Community in Deutschland hinterlassen möchte. Ich werde wahrscheinlich meine Aktivitäten hiermit einstellen. Als Einzelkämpfer macht es keinen Sinn, mich weiter zu engagieren.

Gruss KellyBlend

Im Übrigen kann ich aufgrund bestimmter Informationen, die ich von großen Poker-Anbietern bekommen habe, nur hoffen, dass hinter den Kulissen mit Hilfe von Rechtsanwälten bereits das Richtige getan wird. Ob es für die Online-Pokerspieler in Deutschland das Richtige ist, wird sich zeigen. Ich habe Zweifel, aber kein Interesse, mir als Einzelkämpfer unter Berücksichtigung der massiven Interessenkollision die Finger zu verbrennen. Das ist mir das Ganze nicht wert. Vielleicht finden sich Andere, die meine Grundlagenarbeit aufgreifen und damit noch was Vernünftiges auf die Beine stellen. Der Druck wird wahrscheinlich immer größer und wenn es dann der letzte Ignorant endlich begriffen hat, was da auf uns zukommt, werden wir wahrscheinlich noch eine Schneeballschlacht erleben.

Noch eine abschließende Bemerkung, die ich anführe, weil mir in einem anderen Forum vorgehalten wurde, mein Unrechtsbewußsein wäre irrelevant, nur der Wille des Gesetzgebers, sei relevant. Der Wille des Gesetzgebers ist mir voll bewusst. Es geht vorrangig darum, ein Monopol zu sichern. Gegen die dahinterstehende Motivation haben wir imo gute und auch gerichtsrelevante Argumente. Mir würde es sehr leicht fallen, unseren Staat als modernen Raubritter darzustellen und die ganze verlogene Argumentation genau auf den Punkt zu bringen.

Gruss KellyBlend

pokerakademie

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Sunday, August 19th 2007, 11:08am

@ KellyBlend und alle am Thema Interssierten

Auch ich habe das Thema von November 06 bis März 07 sehr intensiv verfolgt und ebenfalls versucht mich dabei zu engagieren. Mit mir zusammen waren damals ca. 15 Leute "Feuer und Flamme", was sich allerdings recht schnell zu "Schwelbrand" und "schwache Glut" reduziert hat. Und als es ans "arbeiten" ging, waren plötzlich alle verschwunden. Will heissen: von den 15 sind genau 2 übrig geblieben (inkl. mir) und wir haben beschlossen, sie Sache erst einmal ruhen zu lassen. Auch bedingt durch das Nichtzustandekommen des Staatsvertrages. Die Lage war nicht mehr so ernst wie vorher.

Das hat sich aber nun wieder geändert und wie schon damals stelle ich mir nach wie vor die Frage, warum sich nicht eine Gemeinschaft aus Poker-Anbietern, Communities und einzelnen Spielern findet, die alle an einem Strang ziehen, ohne jegliches Konkurrenzdenken.

Der Kontakt zu "Aktivist Nr.2" ist nach wie vor da und es wäre wirklich begrüßenswert, wenn sich ernsthaft motivierte Pokerspieler (keine Dampfplauderer) finden, die das Projekt wieder anschubsen. Nur dürfen die sich nicht scheuen auch mal mit anzupacken und nicht nur schlau daherreden.

Wenn es viele sind, teilt sich das prima auf, nur als "Mini-Team" macht es keinen Sinn. Ich seh beim besten Willen nicht ein eine Menge Arbeit zu investieren, die, falls erfolgreich, von allen anderen kostenlos genutzt wird.

Wer diese Sache unterstützen, aber nichts tun will, kann ja mit einem "Mitgliedsbeitrag" hilfreich sein, damit die "Arbeiter" für ihren Aufwand entschädigt werden können.

Denkt alle mal drüber nach und verbreitet dies auch in anderen Foren. Die Infrastruktur ist bereits vorhanden und wartet nur auf eine Wiederbelebung. Selbstverständlich ist das Projekt "Non-Commercial", kann also nicht über Werbung finanziert werden. Hier ist freiwillige Leistung gefragt.
Spruch der Woche: "Wenn man einen Wohnungsbrand als MP3 speichert, kann man ihn viel leichter löschen!"

Alles rund ums Thema Poker unter www.pokerakademie.com

Mountain

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Sunday, August 19th 2007, 12:09pm

Da ich in einem anderen Forum schon darauf geantwortet habe, füg ich meine Antwort hier nur als Zitat ein.

Quoted

Ganz ehrlich, ich habe jetzt gerade lange darüber nachgedacht, ob ich das folgende hier schreiben soll oder nicht.

Da mans nun lesen kann, habe ich mich offensichtlich fürs Schreiben entschieden :lol:.

Also Kelly, ich finde es gut, wenn Du dich dafür engagierst und womöglich so etwas auf die Beine stellst. Ich selbst werde mich aber an so einer Aktion definitiv nicht beteiligen. Ganz einfach deshalb, weil ich für mich eine Lösung gefunden habe und somit unweigerlich der Tag käme, an dem ich mich fragen müsste, für wen ich diese Arbeit mache (und glaub mir, sowas erfordert einen immensen Aufwand an Arbeit).

Tja und da würde ich mir mit einer Antwort schwer tun. Wer ist denn genau diese Zielgruppe, die eine solche Orga braucht? Da ich es nicht bin, fallen mir spontan all diejenigen ein, denen man zum hundertsten Mal erklärt, das BRM wichtig, Poker kein Glücksspiel ist und die Online Anbieter nicht rigged sind. Und - sry - für die mach ich keinen Finger krumm :lol:

Ich will gerne zugeben, dass ab einem gewissen Level mehr dazu gehört als Konzentration und Fleiss aber bis NL600 (online) und NL1000 (offline) ist Poker eine reine Fleissaufgabe. Es ist nichts mystisches und wer bereit ist, dafür zu arbeiten, kann es lernen. Du weisst ich bin in mehreren Foren aktiv und ich lese oft von den gleichen Usern in regelmässigen Abständen denselben Mist. Das sind die Unverbesserlichen, die es nie verstehen werden und genau für die würdest Du dich einsetzen.

Dadurch stehst Du zwischen den Fronten. Du argumentierst gegen die Befürworter eines Verbots und gleichzeitig kriegst Du von denen, für die Du eigentlich etwas erreichen willst, einen Tritt ;).

Also von mir gibt es da keine Unterstützung und ich kenne viele, die genauso denken. Meine Empfehlung lautet: lass es sein.

Gruß, Mountain
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KellyBlend

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Thursday, August 23rd 2007, 7:08am

Es gibt ein neues Urteil, das zeigt einen neuen Weg auf und liegt genau auf meiner Linie:

Nur ein reguliertes Glücksspielangebot im Internet könne "dem ordnungsrechtlichen Auftrag zur Kanalisierung nachkommen und das Ausweichen auf illegale Angebote verhindern".

Schlappe für Niedersachsen im Online-Casino-Streit

Tatsächlich bringt uns das Urteil noch nicht viel, aber es ist vielleicht ein Wegweiser.

Die Casinos Austria International Holding GmbH, die diesen Streit gewonnen hat, ist ein Global Player im Casinogeschäft und betreibt in Deutschland bereits 11 Casinos. Die Gesellschaft hat angekündigt, jetzt ins Online-Casinogeschäft einzusteigen, zumindest in Niedersachsen. Wenn die auch Poker anbieten, könnten wir schnell ähnliche Verhältnisse bekommen wie hier:

Pokerturniere in Österreich

Sobald der erste staatlich zugelassene Online-Pokerrroom eröffnet wäre, kommt es zu einem Wettbewerb zwischen den zugelassenen Regulierten und den sog. Illegalen. Es wird dann immer mehr Regulierte geben und die Illegalen werden (und können dann wahrscheinlich) ebenfalls versuchen, in die Regulierung hineinzukommen, sonst werden sie mit der Zeit zu Mauerblümchen degradiert. Auf solche Zeiten würde ich mich als Spieler wirklich freuen. Ich hoffe nur, dass es in diese Richtung weitergeht.

Gruss KellyBlend

KellyBlend

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Friday, August 24th 2007, 6:14pm

Quoted from ""pokerakademie""

@ KellyBlend und alle am Thema Interssierten

Auch ich habe das Thema von November 06 bis März 07 sehr intensiv verfolgt und ebenfalls versucht mich dabei zu engagieren. Mit mir zusammen waren damals ca. 15 Leute "Feuer und Flamme", was sich allerdings recht schnell zu "Schwelbrand" und "schwache Glut" reduziert hat. Und als es ans "arbeiten" ging, waren plötzlich alle verschwunden. Will heissen: von den 15 sind genau 2 übrig geblieben (inkl. mir) und wir haben beschlossen, sie Sache erst einmal ruhen zu lassen. Auch bedingt durch das Nichtzustandekommen des Staatsvertrages. Die Lage war nicht mehr so ernst wie vorher.

Das hat sich aber nun wieder geändert und wie schon damals stelle ich mir nach wie vor die Frage, warum sich nicht eine Gemeinschaft aus Poker-Anbietern, Communities und einzelnen Spielern findet, die alle an einem Strang ziehen, ohne jegliches Konkurrenzdenken.

Der Kontakt zu "Aktivist Nr.2" ist nach wie vor da und es wäre wirklich begrüßenswert, wenn sich ernsthaft motivierte Pokerspieler (keine Dampfplauderer) finden, die das Projekt wieder anschubsen. Nur dürfen die sich nicht scheuen auch mal mit anzupacken und nicht nur schlau daherreden.

Wenn es viele sind, teilt sich das prima auf, nur als "Mini-Team" macht es keinen Sinn. Ich seh beim besten Willen nicht ein eine Menge Arbeit zu investieren, die, falls erfolgreich, von allen anderen kostenlos genutzt wird.

Wer diese Sache unterstützen, aber nichts tun will, kann ja mit einem "Mitgliedsbeitrag" hilfreich sein, damit die "Arbeiter" für ihren Aufwand entschädigt werden können.

Denkt alle mal drüber nach und verbreitet dies auch in anderen Foren. Die Infrastruktur ist bereits vorhanden und wartet nur auf eine Wiederbelebung. Selbstverständlich ist das Projekt "Non-Commercial", kann also nicht über Werbung finanziert werden. Hier ist freiwillige Leistung gefragt.


Hallo pokeradademie,

Ich möchte hier im Forum noch auf ein Problem hinweisen und einen Vorschlag machen. Es geht um die Interessen aller Online-Pokerspieler ind Deutschland. Die nachfolgenden Zitate beziehen sich auf einen Post, den ich in einem anderen Forum platziert habe. Es geht mir nicht darum, in diesem Zusammenhang die GPPA abzuurteilen oder in irgendeiner Weise Beifall für diesen Post zu bekommen. Mir geht es wirklich nur darum, nochmals auf das Erfordernis des Aufbaus einer eigenen Interessensvertretung für die Online-Pokerspieler hinzuweisen.

Nachfolgend zunächst die Problembeschreibung. Ein Antwortschreiben auf ein Mitglied der GPPA.

Quoted

Hallo oookmkooo,

nimm es einfach hin, dass ich von der GPPA sehr enttäuscht bin. Mehr gibt es eigentlich dazu nicht zu sagen. Da Du mich dazu aber aufforderst, möchte ich mich nicht verweigern, zu Deinen Post Stellung zu nehmen.

Quoted

Welche Ansätze kannst Du erkennen? Oder anders gefragt woher beziehst Du denn Deine Informationen über die GPPA, die Dich schließen lassen, dass sie würde nicht die Interessen vertreten, die sie sich selbst auf die Fahnen geschrieben hat?

Ich kann keine Ansätze erkennen, das ist ja genau der Punkt. Oder anders herum, man kann sich viel auf die Fahne schreiben und sich einen großen Namen geben, wenn man sich aber nicht entsprechend verhält, klafft eine Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit und muss sich dann gefallen lassen, dass man bei anderen, schnell unglaubwürdig wird. Und darüber solltet Ihr mal nachdenken. Ich habe mich in Eurem Forum schon vor Wochen registriert, weil ich hoffte, dass sich dort jemand für dieses wichtige Thema interessiert. In Eurem Forum herrschte Totenstille und der Thread, den ich in Eurem Forum verlängerte, ist selbstredend genug. Unter einem Rechtsanwalt, der überhaupt nichts zur offensichtlichen Problematik beigetragen hat, ein einziger Post und der stammte bereits vom 23. April 2007 und war total überholt. Mein Vorwurf „verschlafener Haufen“ scheint angesichts dieser Tatsache wohl irgendwo seine Berechtigung zu haben. Jedenfalls habe ich mehr erwartet.

Noch kurz zu meinem Vorwurf „Versteckspiel“, „Hosen runder lassen“, „große Klappe riskieren“. Als ich in Euerem Forum meinen ersten Post platzierte, wurde ich angeschossen und man hat den Eindruck erweckt, dass bereits so etwas wie eine Lobbybewegung auf die Beine gestellt wurde. Der Wortlaut war wie folgt:

Quoted

Erster Beitrag und schon die Backen so aufblasen? Glaubst Du, dass alles was in der Richtung unternommen wird öffentlich im Forum breitgetreten werden muss - nur damit alle ihren Senf dazugeben können? Lobbyarbeit funktioniert ein wenig anders

Auch diese Bemerkung ist aus meiner Sicht selbstredend. Ich kenne aufgrund meiner Lebenserfahrungen solche Antworten genug. Das sind die typischen faulen Ausreden eines Penners, der in Erklärungsnot gekommen ist. Ich wäre ja gerne bereit, meine Behauptung auch nachträglich zu relativieren, wenn ich in irgendeiner Weise vom Umfang oder Art Eurer Lobbyarbeit etwas zu sehen oder zu lesen bekommen könnte. Da dies nicht der Fall ist, bleibt mir nur der Glaube, dass die ganze GPPA nur aus einem Herrn Koch besteht, der jedenfalls keine gemeinnützigen Ziele verfolgt, sondern im Ergebnis nur in die eigene Tasche wirtschaftet. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Ich könnte damit prima leben und würde mich auch nicht aufregen, wenn ich nicht klar erkennen müsste, da im Falle der GPPA German Poker Players Association eine massive Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit vorliegt.

Quoted

Woher schließt Du, dass die GPPA Online-Poker Interessen vertreten sollte?

Turnierpokerspieler in Deutschland wird es nach meiner Einschätzung im Verhältnis zur überwiegenden Mehrheit der Online-Pokerspieler nur sehr wenige geben. Wenn man sich also den Namen gibt, übersetzt „Deutsche Pokerspieler Vereinigung“ hat man den Eindruck, dass es sich um eine Vereinigung aller deutschen Pokerspieler handelt. Wir wissen es ja jetzt, dass die GPPA sich bisher überhaupt nicht für Online-Pokerspieler interessiert. Insofern hat mein Beitrag wohl so etwas wie Aufklärungsarbeit bewirkt und den großen Namen auf die richtige Größenordung reduziert.

Quoted

Die GPPA ist an einer solchen Entwicklung mit Sicherheit nicht interessiert und würde, wenn sie es könnte, gerne blockieren.

Die GPPA ist Herr Koch. Und Herr Koch ist als Geschäftsmann daran interessiert Pokerturniere auszurichten. Wenn eine staatlich konzessionierte Organisation in Zukunft verstärkt Pokerturniere ausrichtet, dann bekommt Herr Koch sehr viel Konkurrenz und wird wahrscheinlich ein großes Problem bekommen. Also es kann wohl nicht in seinem Interesse sein, dass es zu einer staatlich verordneten Regulierung kommt. Er braucht auch keine Online-Pokerspieler, weil die bestenfalls nur als Synergieeffekte zum Hauptgeschäft beitragen können. Was Herr Koch braucht, ist, dass Online-Poker verboten wird, damit er möglichst viele Kunden bekommt, weil diese Online nicht mehr spielen dürfen. Herr Koch will, wenn er überhaupt etwas will, jedenfalls etwas anderes, als die große Masse der Pokerspieler in Deutschland will. Er will seine eigene Suppe kochen. Und dieses Verhalten ist nicht verwerflich, das ist normales Verhalten eines Geschäftsmanns. Nur sollte dieser Geschäftsmann es nicht unter einer großen Fahne aufhängen. Er sollte sagen, dieser Laden ist Herr Koch und niemand anders.

Wenn sich die GPPA German Poker Players Association in Koch Poker-Turnierveranstaltung GmbH etc. umbenennen würde, hätte ich mit Herrn Koch überhaupt kein Problem. Ich hätte auch kein Problem mit der GPPA, wenn man mir vom Tenor her in etwa folgendes gesagt hätte: Hör mal mein Freund, unser Ziel ist es, Pokerturniere zu veranstalten, wir haben mit Online-Pokerspieler nichts im Sinn. Dann wären die Verhältnisse klar gewesen und ich hätte mir diese ganze Schreiberei im Zusammenhang mit der GPPA ersparen können.

Abschließend möchte ich noch folgendes sagen. Ihr habt die Möglichkeit, hier in diesem Forum zu zeigen, was Ihr unter Lobbyarbeit versteht. Ihr habt es selbst in der Hand zu beweisen, dass Ihr eine "German Poker Players Association" seit und Euch für die Interessen der großen Mehrheit der German Pokerspieler einsetzt.

Gruss KellyBlend


Quoted


Danke heikeangel für Deine Zustimmung. Ich möchte nur ganz gerne auch wissen, welchen Quatsch die GPPA im eigenem Interesse unter der Fahne "GPPA German Poker Players Association" dem Gesetzgeber gesteckt hat. Das ist sozusagen Betriebsgeheimnis. Da kommen bei mir ganz merkwürdige Gefühle auf und ich hoffe, dass ich mich bei meinen Vermutungen schwer täusche. Das ist aus meiner Sicht ein weiterer Grund, warum wir Online-Pokerspieler eine eigene Organisation brauchen, die sich wirklich um unsere Interessen kümmert.

Gruss KellyBlend


Die Zitate sind selbstredend und ich möchte auch das Problem mit der GPPA nicht weiter thematisieren. Ich möchte nur nochmals darauf hinweisen, dass wir in Deutschland tatsächlich keine Interessenvertretung für Online-Pokerspieler haben. Deshalb möchte ich folgenden Vorschlag unterbreiten:

Wie wäre es, wenn wir hier im Forum zunächst einen Verein gründen, der sich um die Interessen der deutschen Online-Pokerspieler kümmert. Dieser Verein könnte in der Aufbauphase vielleicht in einer gesonderten Thread-Abteilung hier im Forum öffentlich und mit geringstem Aufwand, das Erforderliche auf die Beine zu stellen. Öffentliche Besprechungen abhalten etc. Vielleicht hast Du dazu auch andere Vorstellungen und könntest mir Deine Andeutungen in Deinem Post mal noch näher konkretisieren.

Ziel des Vereins sollte zunächst auf ein Minimalziel fixiert sein, das mit geringstem Aufwand erreicht werden kann. Also, ich stelle mir vor, zunächst nur ein Petitionsschreiben an den Deutschen Bundestag auf die Beine zu stellen, das von allen Deutschen Online-Pokerspieler unterzeichnet werden könnte und/oder durch den Verein eben repräsentiert wird.

Parallel dazu würde ich meinen Beitrag leisten, möglichst viele Mitglieder aus anderen Foren dazu zu bewegen, sich diesem Verein anzuschließen. Dadurch würde dieses Forum etwas mehr Traffic bekommen, quasi als Gegenleistung für die Zurverfügungstellung der erforderlichen Infrastruktur.

Ich bitte diesen Vorschlag mal ernsthaft zu prüfen. Ich weiß es ist viel Arbeit. Aber irgend wer muss in Deutschland diese Arbeit leisten, sonst werden wir Online-Pokerspieler in diesem Land verraten und verkauft.

Gruss KellyBlend

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Friday, August 24th 2007, 6:54pm

Lol, der Post dürfte Micha gefallen :lol:
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Friday, August 24th 2007, 7:21pm

Hallo KellyBlend,

wir werden das mal intern besprechen.

Schönes Wochenende

Micha
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KellyBlend

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Monday, August 27th 2007, 4:45pm

Hallo all,

ich poste hier mal einen Link um aufzuzeigen, wie das bei den Amis funktioniert:

http://forumserver.twoplustwo.com/showflat.php?Cat=0&Number=11543554&an=0&page=0#Post11543554

Die Überlegung, etwas ähnliches auf die Beine zu stellen, muss natürlich gut überlegt werden. Deshalb ist es sicherlich richtig, hier keinen Schnellschuss abzugeben. Also ein bis zwei Wochen Bedenkzeit, schaden mit Sicherheit nicht.

Gruss KellyBlend