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hannesPok

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Tuesday, March 31st 2009, 5:21pm

Donkbets im FR

Hi!

Ich habe gesehen, dass es 2 Videos zum thema Donkbets gibt, die sich allerdings nur mit SH befassen.

Jetzt wollte ich fragen wie ihr so mit Donkbets im FR-Game umgeht?



Ich schmeiss da sehr viel weg.

Meißtens Donken die Leute auch nur wenn sie etwas getroffen haben...



Gegen einen Gegner spiel ich nach des Standartspielzügen.

Bei mehreren Gegnern spiel ich nur made Hands und gute Draws weiter.



Aber wie soll man hier am Besten z.B mit Overcards oder schlechten Draws spielen?

Denke nicht das es so gut ist das ich die hier meißtens wegwerfe...

pokerakademie

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Tuesday, March 31st 2009, 6:19pm

Es macht eigentlich keinen großen Unterschied ob SH oder FR gespielt wird.

Das schöne an Donkbets ist ja, dass sie selten bis nie einen Betrag erreichen, der eventuell vorhandene PotOdds zerstört. Daher nimmt man so eine Bet, mit einem den Odds entsprechenden Draw, natürlich lächelnd entgegen. Mit einer Made-Hand logischerweise auch.

Besonders bei TRIO Poker sieht man es oft, dass am Flop bei einer Potgröße von 30BB plötzlich einer den Wahnsinnseinsatz von 2BB leistet. Odds von 16:1, was will man da wegwerfen, wenn man preflop mit ins Spiel eingestiegen ist?

Donkbets sind für einen kalkulierenden Gegner DIE perfekte Möglichkeit den Profit zu optimieren. Das merken die Donks aber zum Glück nicht, sonst wären sie ja auch keine :akademiker:
Spruch der Woche: "Wenn man einen Wohnungsbrand als MP3 speichert, kann man ihn viel leichter löschen!"

Alles rund ums Thema Poker unter www.pokerakademie.com

vitti

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Tuesday, March 31st 2009, 6:42pm

kommt ganz auf das board - und auf den Gegner darauf an.

gegeh wir von einem 765 rainbow board aus - das wir potentiel häufiger "gedonkbettet" wie ein AT2 board - einfach weil auf dem AT2 board häufiger eine cbet folgt (man will ja Geld in den Pot bekommen)

aber am besten helfen dir da notes weiter, da es Gegner gibt die sehr viel donkbetten - und welche die dies nur mit 2pair + tun

hannesPok

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Thursday, April 9th 2009, 6:08pm

mal ne frage dazu


ich bin noch sehr neu im "Geschäft" und frage mich, ob es auch Odds
gibt für den Pre-Flop. Soll heißen: mit welcher Wahrscheinlichkeit
werden auch 2 siuted Karten ein Flush und aus 2 Connectors eine
Straight?

Vielleicht gibt es da ja auch einfach Statistiken, die auf riesigen Sampels beruhen?



Für mich ist es einfach noch sehr schwierig, wenn ich sehe, dass mein
Einsatz zu Pot 1/5 ist und ich keine Ahnung habe, welche Chancen ich
zB. mit 67s habe.



LG und vielen Dank für Euer Feedback im Voraus.





PP



Ps: bitte nicht sooooo viele Fachbegriffe ohne Erklärung verwenden ;-) Bin noch etwas schwach auf der Brust!

alpman

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Thursday, April 9th 2009, 6:51pm

schau mal hier

Und falls Du es selbst berechnen möchtest, dann beschäftige Dich mit Fakultätrechnung und dem Binomialkoeffizienten.
[17:16:35] Chrischen : klau mir die blind s wenn die schlampe nicht im pott ist

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sanci25: Ihr könnt ja nur nicht gegen Frauen verlieren

pokerakademie

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Thursday, April 9th 2009, 6:56pm

"Neu im Geschäft" zu sein ist ja nix schlimmes. Noch besser ist allerdings, dass Du bereits an der richtigen Adresse angekommen bist: die Pokerakademie :-)

Meine daherige Empfehlung, melde Dich in unserer Pokerschule an, da bekommst Du eine wirklich fundierte Ausbildung und das vollkommen kostenlos. Alle Infos dazu findest Du auf unserer Homepage oder direkt unter diesem Link .

Zu den Odds vor / am / nach dem Flop haben wir auch etwas zu bieten:

Poker Kalkulationen


Würde mich freuen Dich demnächst in der Pokerschule begrüssen zu können :akademiker:
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alpman

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Saturday, April 11th 2009, 4:58pm

Ich wollte noch schreiben, dass meine Antwort nicht so böse gemeint war, wie sie vielleicht klingt. Und da ich mich selber nicht so gut damit auskenne, es aber wissen will, starte ich mal einen Erklärungsversuch.

Als Fakultät bezeichnet man eine Funktion, die einer natürlichen Zahl n das Produkt aller natürlichen Zahlen kleiner oder gleich dieser Zahl zuordnet. Die mathematische Schreibweise ist n!. Alles klar? Beispiel: 6 Fakultät = 6! = 1*2*3*4*5*6=720. 3! = 1*2*3 = 6.

Beim Pokern kann mit Fakultät die Anzahl der Möglichkeiten berechnet werden, wie Karten zueinander angeordnet werden können. Ziehst Du drei beliebige Karten, hast Du 6 Möglichkeiten, sie nebeneinander anzuordnen:

:2c :3d :4h
:3d :4h :2c
:4h :2c :3d
:4h :3d :2c
:3d :2c :4h
:2c :4h :3d

Ziehst Du alle 52 Karten nacheinander, hast Du 52! Möglichkeiten, ganz schön viel.

Der Binomialkoeffizient ist eine mathematische Funktion, mit der sich eine der Grundaufgaben der Kombinatorik lösen lässt. Er gibt an, auf wieviele verschiedene Arten man k Objekte aus einer Menge von n verschiedenen Objekten auswählen kann (ohne Zurücklegen, ohne Beachtung der Reihenfolge).

Beispiele: Beim Lotto werden aus 49 Kugeln 6 gezogen. Beim Poker erhältst Du zwei Anfangskarten aus 52 und kennst Du am River 7 aus 52 Karten. Wieviele verschiedene Kugel- bzw. Kartenkombinationen sind jeweils möglich?

Die Anzahl der Starthände berechnet sich aus 52 * 51 = 2652. Für die erste Karte gibt es 52 Möglichkeiten (die Größe des Kartenstapels), für die zweite 51 (wieder die Größe des Kartenstapels). Da die Reihenfolge der Karten aber egal ist, ist beim Poker die Anzahl der möglichen Starthände (52*51)/2 = 1326. Das kann auch als Binomialkoeffizient geschrieben werden. Da unsere Forumssoftware nicht die entsprechenden Möglichkeiten besitzt, verwende ich einfach mal (52 2) = 1326 (normalerweise steht 52 über der 2).

Die allgemeine Formel für den Binomialkoeffizienten ist (n k) = (n!)/(k! * (n-k)!).

Also gibt es 1326 Möglichkeiten, 2 Karten in beliebiger Reihenfolge aus 52 zu ziehen, ohne das eine Karte zurückgelegt wird. Am River sind 7 aus 52 Karten bekannt, was (52 7) = 133784560 mögliche Ergebnisse ergibt.

<PAUSE>

Nun muss das ganze noch zur Ermittlung der Wahrscheinlichkeit von Ereignissen benutzt werden. Die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses ist gleich dem Quotienten aus allen Ereignissen, bei denen Ereignis A eintritt, geteilt durch alle möglichen Ereignisse.

Das wird anschaulicher durch Beispiele:

Ein bestimmtes Paar auf die Hand:

Es gibt 13 verschiedene Kartenwerte in 4 Farben. Aus 4 Karten werden 2 benötigt, also (4 2) = 4!/(2! * (4-2)!) = 24/(2*2!) = 24/(2*2) = 6
Es gibt also 6 Möglichkeiten, ein bestimmtes Paar (z.B. Asse )auf die Hand zu bekommen.

Die Wahrscheinlichkeit für ein Paar Asse in der Hand ist: 6/1326=0.0045, also ca. 0,5 %.

Ein beliebiges Paar auf die Hand:
Es gibt 6 Möglichkeiten, ein bestimmtes Paar auf die Hand zu bekommen. Es gibt 13 verschiedene Karten pro Farbe. Also gibt es 13 * 6 = 78 mögliche Paare.

Die Wahrscheinlichkeit, davon eines auf die Hand zu bekommen, ist 78/1326=5.88 %.

Zwei Karten gleicher Farbe auf die Hand:
Jede Farbe hat 13 Karten. Mit dem Binomialkoeffizienten errechnen sich 78 Kombinationsmöglichkeiten für 2 Karten aus 13. Da es 4 Farben gibt, hat man 78 * 4 = 312 Möglichkeiten, zwei Karten gleicher Farbe auf die Hand zu bekommen. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist 312/1326=23,53 %.

Mit dem Flop einen Flush bekommen:
Nach den Anfangskarten sind noch 11 Karten der Wunschfarbe im Stapel. Von diesen müssen 3 kommen, was (11 3)=165 Möglichkeiten ergibt. Im Stapel sind insgesamt nur noch 50 Karten, von denen 3 gezogen werden, also (50 3)=19600 Kombinationsmöglichkeiten.

Die Wahrscheinlichkeit für einen Flush am Flop ist also 165/19600=0.84 %

Mit dem Flop eine Straße zu bekommen:
Bei einer Straße ist die Farbe egal, allerdings nicht, welche Karten kommen.

Man hält 9T. Dann führen zum Sieg:

678
JQK
8JQ
78J

Und hier hakt es bei mir. Muss verzweigt werden? Also wenn die erste Karte des Flops die 8 ist, muss die zweite eine 6, 7, J oder Q sein. Die zweite Karte schränkt dann die dritte Karte ein, die uns die Straße bringt.

1. Karte: (50 24) 6, 7, 8, J, B, K in vier Farben

Bei 1. Karte eine 8:
2. karte: (49 16) 6, 7, J, K in vier Farben

Bei 2. Karte ein 7:
3. Karte: (48 8 ) 6, J in vier Farben

Die Binomialkoeffizienten müssen anschließend multipliziert werden, da sie voneinander abhängen, oder?

:?: :?: :?:
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pokerakademie

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Saturday, April 11th 2009, 6:33pm

Nur ne kurze Frage: Bringt es mich nach vorne, wenn ich mir den Text durchlese? Oder ist es mehr als Anleitung "falls man möchte" zu sehen? ;)
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alpman

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Saturday, April 11th 2009, 8:19pm

Das hängt von Deiner Wissbegierigkeit ab...
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Road_Runner

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Sunday, April 12th 2009, 8:11am

Beitrag bringt einen schon weiter und falls du etwas neues lernst, kann man es auch unter (erweiterter) Allgemeinbildung abspeichern.

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Sunday, April 12th 2009, 10:26am

wow Alpman super Artikle von dir ... :akademiker:

TMC666

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Sunday, April 12th 2009, 11:50am

Hallo,

mmn reicht es völlig aus wenn man sich die standart odds ansieht uns einfach auswendig lernt sprich: wieviele outs habe ich für die straße, flush usw. und wie hoch sind die odds. Wenn du mal googlest wirst du sicher viele Tabellen finden. Sich jedesmal mit den Taschenrechner hinsetzen wird nicht gehen, da einfach die Zeit fehlt
wenn man spielt.

pokerakademie

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Sunday, April 12th 2009, 3:19pm

Nur ne kurze Frage: Bringt es mich nach vorne, wenn ich mir den Text durchlese? Oder ist es mehr als Anleitung "falls man möchte" zu sehen? ;)
Diese "Frage" habe ich eigentlich mehraus humoristischen Gründen gestellt :)

Mit wachsender Erfahrung beim Poker kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem man nur noch einen Blick auf die Karten und/oder den Pot werfen muss, um zu wissen, wie und wo man gerade steht. Outs, Odds und PotOdds inklusive. Die Taschenrechnermethode funktioniert nie, auch wenn man den, von Alpman perfekt erklärten, Lösungsansatz auswendig im Kopf hat.

Je früher man sich in dieser "Könnens-Stufe" befindet umso besser, denn dann bleibt einem wesentlich mehr Zeit, sich um die "Randerscheinungen", sprich Reads und/oder PokerTracker Statistiken des Gegners zu kümmern, die dann in die Entscheidung "Raise, Call oder Fold" mit einbezogen werden.

Wer solche Kalkulationen, zumindest die wichtigsten, bzw. deren Ergebnis, auswendig lernt und sie anschliessend auch sofort abrufen kann, der hat sicherlich einen Vorteil gegen den, der sie "mit der Zeit" verinnerlicht. Aber das muss jeder selbst für sich wissen. Hauptsache man ist irgendwann an der Stelle, an der "ein Blick" genügt. :)
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alpman

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Tuesday, April 21st 2009, 5:01pm

Wahrscheinlichkeit für Straße im Flop

Hier isset:

Wir halten 9T. Somit helfen uns die Kartenfolgen 678 oder 78J oder 8JQ oder JQK. Wieviele Kombinationsmöglichkeiten gibt es von jeder Kartenfolge?

Von jeder Karte sind vier Karten im Stapel. Wir benötigen jeweils eine davon.

Beispiel:
eine 6 aus vieren im Spiel

und

eine 7 aus vieren im Spiel

und

eine 8 aus vieren im Spiel

=> (4 1) * (4 1) * (4 1) = 4 * 4 * 4 = 64 Möglichkeiten, 678 im Flop zu bekommen.

Die Wahrscheinlichkeit dafür ist 64/19600 = 0.33 %

Da uns 678, 78J, 8JQ oder JQK helfen, müssen die einzelnen Wahrscheinlichkeiten addiert werden, um die endgültige zu bekommen:

0.33 % + 0.33 % + 0.33 % + 0.33 % = 1.35 %

Wie man sieht, sollte man solch seltene Ereignisse entsprechend zu würdigen wissen. Und wenn sie dem Gegner (insb. irgendwelchen akiakis, kykos oder olafinos) passieren und man dadurch verliert: wissend lächeln.
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