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Mountain

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Friday, March 16th 2007, 1:00pm

Thema Spielsucht

@all

Gestern kam im WDR ein Kurzbeitrag über Online-Spielsucht. Und, wie sollte es auch anders sein, es wurde verstärkt auf Online Poker verwiesen. Eine Expertin (was immer das auch heissen mag?) hat Online Poker sogar als "hartes" Glücksspiel eingestuft.

Weiterhin hat sie "behauptet", Online Poker würde derzeit in den Medien gepusht und als seriöser Turniersport verkauft (mit entsprechendem Unterton ;) .

Würde mich mal interessieren, wie ihr so darüber denkt.
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River Rats Blog

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Friday, March 16th 2007, 1:15pm

Das Problem liegt meiner Meinung nach in den meisten fällen darin, daß "solche" Leute, oder sagen wir mal "Leute die sich nicht unbedingt lange mit Poker beschäftigt haben", den Glücksfaktor als solches zu hoch bewerten.

Sie verstehen den langfrisitig gesehenen Gewinnfaktor einfach nicht.
Natürlich ist der Verlauf des Spiels vom Glück geprägt, aber auf Dauer gesehen werden die % gewinnen (oder verlieren ;) ).

Bestes Beispiel für solche Leute ist einfach immer wieder die Münze:
Lass uns 1.000 mal eine Münze werfen und Du wirst sehen, daß 501 X Kopf und 499 X Zahl zu sehen ist ... und beim nächsten mal 501 X Zahl und 499 X Kopf ... etc. etc. etc.

Ich würde sagen: Laß die Leute berichten, was sie wollen. Für mich selbst ist es nur von Vorteil, wenn es immer mehr Interessenten gibt :D

Mountain

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Friday, March 16th 2007, 1:57pm

Ich weiss nicht so recht. Mir macht das schon ein bisschen Sorge.

Würde Deutschland endlich Italien folgen und das Glücksspielmonopol aufheben, dann wär mir das egal. Dann bin ich auch froh um jeden Anfänger der neu dazu kommt.

Aber das Problem ist, dass es Spielsucht ja wirklich gibt, auch beim pokern. Natürlich weiss jeder, der sich mit dem Thema beschäftigt, dass dem Süchtigen die Art des Spiels völlig gleichgültig ist. Letztendlich geht es ja nur um den alles entscheidenden Moment, in dem die Kugel auf irgendeiner Zahl liegenbleibt, der Würfel eine bestimmte Augenanzahl zeigt oder eben die letzte Karte fällt.

Das Ergebnis - ob Gewinn oder Verlust - ist dabei ziemlich egal. Der Süchtige will ja nur den Kick des "alles oder nichts" haben.

Was mich beschäftigt, ist der zukünftige Umgang mit dem Thema Poker. Ich glaube es war in einer Maischberger-Sendung, die das Thema Alkoholsucht hatte; da war der stv. Fraktionsvorsitzende der FDP, Rainer Brüderle zu Gast - ein bekennender Weintrinker. Der hat sich da einem kurzen "Bin ich suchtgefährdet-Test?" unterzogen und das Ergebnis war.... naja, ich will es mal so sagen - hätte es sich nicht um einen bekannten Politiker, sondern um einen normalen Bürger gehandelt; ich glaube der wäre sofort nach Ende der Aufzeichnung unter die Fittiche des Suchtbeauftragten genommen worden :lol: .

Aber auf Poker bezogen: Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie ein Pokerspieler, selbst wenn es ein Pro sein sollte, in einer solchen Sendung auseinandergenommen würde. Es fehlt hier deutlich an einer Lobby.

Und in dem WDR - Beitrag waren schon ein paar harte Fälle dabei. Einer hat sogar in einem Forum geschrieben, er entwickelt langsam kriminelle Phantasien, um an neues Spielkapital zu gelangen. Das ist schon hart und darf berechtigterweise auch nicht als Nonsens abgetan werden.

Mir macht nur Sorge dass hier, anders wie bei Alkoholabhängigen, die große Mehrheit unter der Krankheit weniger leiden muss. Denn die Pokergemeinde hat keinen offiziell anerkannten Fürsprecher.

Im Hinblick auf das Glücksspielmonopol sehe ich da schon ein bisschen schwarz.

Bin mal auf weitere Meinungen gespannt
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michanolimit

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Friday, March 16th 2007, 2:22pm

Also wenn ich mich recht entsinne ist der Anteil der Glückspieler, die wegen Online-Poker süchtig werden bei 0,05% (in Worten: NULL KOMMA NULL FÜNF)

Und was die Lobby der Pokerspieler in Deutschland angeht, kann ich nur dazu aufrufen, dass sich jeder der Interessenvertretung Deutscher Pokerspieler anschliesst, die bereits kräftig daran arbeitet, Poker aus dem Glückspielsektor herauszubekommen. Und da ist eigentlich jeder aufgefordert seine Stimme zur Verfügung zu stellen. Denn nur gemeinsam kann man da etwas erreichen.

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Niklas

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Friday, March 16th 2007, 3:29pm

Re: Thema Spielsucht

Quoted from ""Mountain""

@all
... Eine Expertin (was immer das auch heissen mag?) hat Online Poker sogar als "hartes" Glücksspiel eingestuft. ...

Ich denke Online ist die Suchtgefahr sicherlich höher, da die Runden schnneller aufeinander folgen als beim Livepoker.
Sicherlich ist Poker kein 100%-iges Strategiespiel, aber meiner Meinung nach noch bei 95%.
Das im Fernsehen immer öfter Reportagen über Spielsucht gezeigt werden ist mir auch aufgefallen und fast immer wurde mit Poker dokumentiert...
Poker als hartes Glücksspiel zu bezeichnen ist auf jeden Fall falsch.
Ich glaube sie gehört zu den 'Experten' die soetwas sagen müssen um ihren Ruf gerecht zu werden.
Intelligenz wirkt nur "von unten" wie Arroganz! :thumbsup:

Mountain

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Saturday, March 17th 2007, 1:27pm

@Niklas

Chris Ferguson hat mal gesagt, dass eine Hand zu 100% durch Glück entschieden wird, ein Spiel zu 90% aber übers ganze Jahr gesehen, würde der Faktor Glück auf 30% absinken. Die "Expertin" war glaube ich von einer Verbraucherzentrale.

@Micha

Danke für den Link - ich hab das letztes Jahr mal über die Pokerakademie mitbekommen, es aber dann völlig vergessen. Den sollte man mehr bewerben.
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Monday, March 19th 2007, 12:43pm

Ich habe den genannten Beitrag im WDR nicht gesehen, aber schon einige vorhergehende; auch Zeitungsartikel über die Suchtproblematik.

In der überwiegenden Anzahl hatte ich den Eindruck, dass entweder schlecht recherchiert wurde, oder polarisiert und einem "Modetrend" folgend popularisiert.
Vor allem ist mir aufgefallen, dass weder Moderatoren, noch angebliche Experten sich in der Materie tatsächlich auskennen - und mit "Materie" meine ich hier konkret das Pokerspielen.

Altbundeskanzler Helmut Schmidt hat einem Reporter mal auf eine blöde Frage geantwortet (und ich hoffe, ich zitiere ihn richtig): "Wenn Sie nicht in der Lage sind, Ihre Hausaufgaben zu machen, dann belästigen Sie mich bitte nicht mit Ihrem Geschwätz."
Ich wünschte, jeder dieser Moderatoren, Reporter oder "Experten" hätte ein kleines Kärtchen mit diesem Satz bei sich.

Und wenn dann noch irgend einer mit angeblich gesichertem Zahlenmaterial um sich wirft, um seine Meinung zu untermauern, dann hat er sich für mich endgültig disqualifiziert. Für mich gibt es drei große Arten von Lügen: 1. Die Notlüge, 2. die vorsätzliche Lüge und 3. die Statistik. :)

Ich halte damit sehr wenig von derartigen Medienberichten; glaube aber schon, dass es einzelne Fälle (wie überall) gibt, in denen die Spielsucht krankhafte Züge annimmt. An der Masse der Spieler gemessen dürften dies aber verdammt wenig sein.

Also: Zum Teufel mit derartigen Sendungen!

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Monday, March 19th 2007, 1:34pm

Für mich reiht sich diese Diskussion in die der "Killerspiele" und "Online Sucht" (World of Warcraft usw.) ein. Auch da gibt es einen wahnsinnig geringen Prozentsatz von "Gefährdeten", trotzdem wird es behandelt, als ob der Untergang Deutschlands bevor steht.
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Der lange und steinige Weg zum Poker-Erfolg

Mountain

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Tuesday, March 20th 2007, 12:42am

@ Lancer und Feroc

Ich sehe das ganz genauso. Mich nervt nur, dass es halt keine Lobby für uns gibt. Niemand stellt sich in den Medien hin und tritt dafür ein, dass Poker eben doch mehr Geschick als Glück erfordert.

Naja, vielleicht wirds ja besser wenn ich dieses Jahr die WSOP gewinn *ganzfestdranglaub* :lol:
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Tuesday, March 20th 2007, 12:07pm

@ Mountain

Da tun mir ja jetzt schon die Finger vom Daumendrücken weh. ;)

Vielleicht solltest du dir dazu aber auch einen Aufmerksamkeit erregenden Namen zulegen - so wie Moneymaker. Da der allerdings schon verbraucht ist, hier mein Vorschlag: Nenne dich doch einfach "Deutsche Bank". :D

Mountain

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Tuesday, March 20th 2007, 3:31pm

Oje, da sehe ich schwarz für Deine Daumen ;) .

Das mit der Namensänderung ist so eine Sache; ich hänge so daran lol.

Aber Mount German wäre ein akzeptabler Mix :D
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Alex Lauzon

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Saturday, March 24th 2007, 5:04pm

Ein Vergleich

Es gibt wohl kein Hobby, dem man nicht leidenschaftlich verfallen kann, Golf, Tennis, Briefmarkensammeln und Shopping eingeschlossen.

Die Frage geht darum: Wie leicht kann die Leidenschaft so weit führen, dass Geldbeträge verspielt werden, die eigentlich nicht verfügbar sind, so wie es manchen Zockern am Roulettetisch oder auf der Pferderennbahn ergeht?

Auch Schach lässt sich um Geld spielen; und sicher hat es schon Fälle gegeben, dass der Unterlegene seine Unterlegenheit nicht einsehen wollte. Praktisch jedoch sieht es so aus, dass bei Spielen (z. B. Roulette), in denen der rechnerische Nachteil nicht zu überwinden ist, nur der erhöhte Einsatz - in Verbindung mit Glück - Verluste aufholen kann (was wiederum entsprechend selten passiert). Am Pokertisch sollte die erste Motivation jedoch die Verbesserung der Strategie sein. Und in fast allen Fällen ist dies auch der Fall.

Holt man nun aber trotzdem die wenigen Einzelfälle hervor, in denen ein Pokerspieler restlos die Kontrolle über sein Verhalten verliert und sein ganzes Leben auf Tilt schaltet, dann müsste man auch jene "Compulsive Shoppers" hinzureihen, deren Schränke mit Kleidern ebenso voll sind wie Konto und Kreditkarte überzogen - und neben dem Pokern auch das Einkaufen verbieten.

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Sunday, March 25th 2007, 8:57pm

moin moin...........

In diesem Zusammenhang würde ich gerne mal eine passende Frage stellen.

Zufällig konnte ich die Kontodaten eines Online-Pokeraccounts meines besten Freundes einsehen. Was ich da zu sehen bekam hat mich ziemlich erschreckt. Er war mehrere Tage hintereinander bereit sogar mehrmals am Tag Geld nachzuschieben, weil die Bank wieder mal verbraucht war.

Nicht daß seine Existens bedroht wäre, zeigt es mir aber wie schnell er bereit ist Geld in eine Sache zu investieren die er offenbar nicht beherrscht.

Bis auf wenige Ausnahmen habe ich ihn z.B. in privaten "Runden" eigentlich noch nie gewinnen sehen.

Richtig schlimm wurde die Sache aber erst als ich Ihn nach seiner Bank fragte und als Antwort zu hören bekam, daß alles bestens sei und die Sache nun eigentlich endlich läuft........*schluck*....

So konnte ich nur "hintenrum" immer wieder zum absolut unverzichtbarem, korrektem Bank-Managment hinweisen, weil er natürlich immer wieder 50% seiner Bank in einem Spiel riskiert!!!???!!!
Angebotene Literatur gibt er an verstanden zu haben und spielt doch wie der absolute Maniac.

Eigentlich hoffe ich dass er irgendwann Lust am Spiel verliert.

Tja, wie reagiert man auf sowas ? ? ?

michanolimit

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Monday, March 26th 2007, 12:01am

Ohne jetzt zu wissen, wie viel er da immer nachläd, würde ich Dir empfehlen, es ihm direkt ins Gesicht zu sagen, auf welchem Weg er da ist und auch, dass Du sein Konto gesehen hast. (ob jetzt versehentlich oder was auch immer)

Dafür sind (sehr) gute Freunde eigentlich da.

Wenn es in den existenzbedrohenden Bereich geht und er kein Einsehen hat, würde ich evtl. sogar den Computer "beschlagnahmen" falls ich die Gelegenheit hätte. Irgendwann ist er Dir dafür sehr wahrscheinlich dankbar, auch wenns nicht sofort ist.

Behalt das mal im Auge und wenn ein Eingreifen Deiner Meinung nach nötig wird, solltest Du es auch ohne zu zögern machen.

Zum Glück sind solche Fälle wirklich selten, aber auszuschliessen ist es eben auch nicht.

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Wednesday, May 30th 2007, 9:43pm

das ist meiner meinung nach dasselbe wie mit killerspielen.
Politiker, und sogenannte experten suchen eine sündenbock, da sie meist unter druck stehen. politiker wollen wiedergewählt werden, bei experten ist ihre gesamte existenz darauf ausgelegt immer die thesen der politiker zu bestätigen.
sowie bei killerspielen, sind auch bei der spielsucht mehrere gründe ausschlaggebend; bei der diskussion ob ein killerspiespieler zum massenmörder wird, sin es die einflüsse: elternhaus, soziale umgebung, psychische probleme, mobbing in der schule und die besorgungsmöglichkeit von waffen. NUR in diesem fall KANN daraus ein (massen)mörder werden
auch bei spielsucht giebt es verschiedene faktoren: erfolgsdruck(wg. geliehnen geld etc.), das umbedingte aufholen von entstandenen verlusten, wieder psychische probleme, probleme im Job, private probleme etc.
auch dieses Problem wollen unsere politiker möglicht medienwirksam bekämpfen, un welches "Glückspiel" käme da besser in frage als die "Trendsportart" Poker
Ab da läuft wieder alles gleich zur killerspieldiskussion.
"Experten" un politiker ham den sündenbock gefunden, in talkshows wird diskutiert, es werden Umfragen geschaltet und dem Bürger wird weissgemacht, das Poker nur auf Glück basiert und Killerspiespieler immer zu Massenmördernh mutieren
des führt halt leider zu Volksverdummung, den egal wen ich aus meinem Freundes und Bekkantenkreis darauf ansprech, immer bekomme ich die "Argumente" der Politiker vorgehalten...
über die gegenargumente wurde ja oben schon ausführlich diskutiert...

Gruß, Bigdom

eistee

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Thursday, May 31st 2007, 3:11am

man sollte bei dieser diskussion aber schon differenzieren. poker ist erheblich gefährlicher als counterstrike&co.
ich bin der meinung, daß ein mündiger bürger nicht vor seiner eigenen freiheit beschützt werden muss. trotzdem sollte man nicht den fehler machen, jede gefahr als "menschliches versagen" abzutun. der mensch versagt nämlich immer, wenn man ihm nur ausreichend gelegenheit gibt.
allerdings sind solche diskussionen immer etwas schizophren, solange jedes jahr x-tausend menschen an alkohol, zigaretten und dicken bäuchen sterben.
Erfrischungsgetränk mit Tee-Extrakt und Zitronengeschmack. Ohne Farbstoffe. One Konservierungsstoffe. Kein Instanttee.

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Thursday, May 31st 2007, 2:30pm

Der Knackpunkt ist nur, das mit Alkohol, Zigaretten und dicken Bäuchen ordentlich Steuern eingenommen werden, die beim Online-Zocken auf der Strecke bleiben.

Wenn die lieben Politiker wenigstens sagen würden, dass es ums Geld geht, aber sowas kann man ja nicht öffentlich zugeben, also wird die Suchtgefahr vorgeschoben.

Pfui! :evil:
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eistee

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Thursday, May 31st 2007, 6:08pm

das zeigt aber eigentlich nur, daß die politiker die aktuelle dynamik nicht verstehen und nur versuchen einen status quo zu halten, der sowieso nicht zu halten ist.
stattdessen sollten sie ihre hausaufgaben machen und ordentliche zertifizierungsverfahren entwickeln lassen und lizenzen anbieten. selbst wenn man die lizenz nicht braucht, weil man in gibraltar usw sitzt, wären die meisten anbieter wohl bereit ordentlich kohle hinzulegen und sich an gewisse standards zu halten, wenn sie dafür irgendein geiles zertifikat a la "von der eu zugelassener pokeranbieter" oder dergleichen vorzuweisen hätten. denn vertrauen ist in finanzangelegenheiten immer wichtig.
davon hätten also alle was, der anbieter einen werbeeffekt, der staat eine satte einnahme und der spieler gewisse mindeststandards.

daß eine staatliche regulierung besser ist als ein verbot mit anschließender entwicklung entsprechender krimineller strukturen haben unsere lieben politiker allerdings noch nicht mal beim thema thc verstanden, also in die vernunft setze ich da nicht allzu viel hoffnung.
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Thursday, May 31st 2007, 6:50pm

es kommt selten genug vor, aber diesmal kann ich Dir zu 100% zustimmen :D

Aber ich denke da etwas positiver als Du. Über kurz oder lang wird eine Lizensierung o.ä. kommen. Das hat dann auch nichts mit "Vernunft" (das Wort ist in Zusammenhang mit (deutschen) Politikern eh schwer genug in einem Satz zu verwenden) zu tun, sondern wird von der EU vorgegeben. In diesem Fall fühle ich mich dann voll als Europäer!
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Thursday, May 31st 2007, 8:09pm

wenn der Pokerboom weitergeht, wovon ich mal generell nich ausgehe,
wird es bald eine einheitliche Regelung innerhalb der EU geben, das Poker auch in privaten Turnieren mit Geldpreisen und außerhalb von Kasinos erlaubt.
Allerdings befürchte ich, das Poker zurzeit nur ein "Modetrend" ist und innerhalb von 2,3 Jahren wieder in der Versenkung verschwunden sein wird. Zurück bleiben diejenigen die schon länger spielen, und die wenigen, die es während des Booms ernsthaft versucht haben, und Spass daran gefunden haben. Die Breite Masse von Fischen u.ä. wird dann aufhören

Gruß, Bigdom