Ich habe den genannten Beitrag im WDR nicht gesehen, aber schon einige vorhergehende; auch Zeitungsartikel über die Suchtproblematik.
In der überwiegenden Anzahl hatte ich den Eindruck, dass entweder schlecht recherchiert wurde, oder polarisiert und einem "Modetrend" folgend popularisiert.
Vor allem ist mir aufgefallen, dass weder Moderatoren, noch angebliche Experten sich in der Materie tatsächlich auskennen - und mit "Materie" meine ich hier konkret das Pokerspielen.
Altbundeskanzler Helmut Schmidt hat einem Reporter mal auf eine blöde Frage geantwortet (und ich hoffe, ich zitiere ihn richtig): "Wenn Sie nicht in der Lage sind, Ihre Hausaufgaben zu machen, dann belästigen Sie mich bitte nicht mit Ihrem Geschwätz."
Ich wünschte, jeder dieser Moderatoren, Reporter oder "Experten" hätte ein kleines Kärtchen mit diesem Satz bei sich.
Und wenn dann noch irgend einer mit angeblich gesichertem Zahlenmaterial um sich wirft, um seine Meinung zu untermauern, dann hat er sich für mich endgültig disqualifiziert. Für mich gibt es drei große Arten von Lügen: 1. Die Notlüge, 2. die vorsätzliche Lüge und 3. die Statistik.
Ich halte damit sehr wenig von derartigen Medienberichten; glaube aber schon, dass es einzelne Fälle (wie überall) gibt, in denen die Spielsucht krankhafte Züge annimmt. An der Masse der Spieler gemessen dürften dies aber verdammt wenig sein.
Also: Zum Teufel mit derartigen Sendungen!