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Mountain

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Date of registration: Mar 8th 2007

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1

Saturday, October 6th 2007, 2:08pm

Varianz - Glück und Pech? (Verständnisfrage)

Es heisst ja, dass sich Glück und Pech langfristig ausgleichen. Wenn man z.B. 55:45 vorne liegt, braucht man nur genügend von diesen Situationen, um longterm im Plus zu sein.

Es heisst ja, bei einem Münzwurf sei die Chance 50:50. Man muss die Münze nur oft genug werfen und am Ende kommt jede Seite genau gleich oft.

Warum sind beide Annahmen falsch?

Legt mal los :P .
there is no way to fold ten high

River Rats Blog

RoyalFarmer

Advanced

Date of registration: Apr 19th 2007

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2

Saturday, October 6th 2007, 3:46pm

Uiuiui.


Naja, was soll man da sagen.

Ich seh das immer so, dass ich nich genügend solcher Situationen brauche, sondern dass die Situation allein, unabhängig von ihrem Ausgang, schon gewinnbringend ist. (Du bestimmt auch ^^ )

Wichtig ist außerdem noch, dass es kein "Ende" gibt und natürlich, dass der Zufall kein Gedächtnis hat.

Gibt es langfristig sowas wie Pech/Glück überhaupt? Pech is doch nur ein Ausdruck dafür, dass ich in einer Situation Favorit war und trotzdem verloren hab. Allerdings muss ich ab und zu auch verlieren, alles andere wäre wiederum Glück. Meine 80% Gewinnchance beträgt eben nur 80%.

Ob da jetzt was passendes dabei war, weiß ich nich. :P

Niklas

Registered User

Date of registration: Mar 7th 2007

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3

Sunday, October 7th 2007, 10:15am

Der Zufall hat kein Gedächtnis!

Es gibt zwar Wahrcheinlichkeiten, die sich ehöhen, wenn man sie öfters durchführt, jedoch gibt es keine Garantie für ein bestimmtes Ereignis!



LG Niklas
Intelligenz wirkt nur "von unten" wie Arroganz! :thumbsup:

KellyBlend

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Posts: 42

4

Sunday, October 7th 2007, 6:47pm

Jedes Zufallsereignis (egal ob Münzwurf, Würfel, Roulettkugel oder eine ausgeteilte Pokerhand) ist unabhängig von den vorherigen Ereignissen. Bei jedem erneuten Versuch gelten wieder die gleichen Wahrscheinlichkeiten. Deshalb kannst Du aufgrund vergangener Ergebnisse nie auf zukünftige Ereignisse schliessen. Der Zufall hat in der Tat kein Gedächtnis. Es gibt auch beim Poker varianzbedingte Glück- und Pechsträhen. Du weißt nie wann sie anfangen, wann sie aufhören und ob sie sich fortsetzen. Du weißt nur im nachhinein, dass sich irgendeine Strähne bemerkbar gemacht hat. Und trotzdem gibt es offensichtlich Möglichkeiten, dieses Wissen zu verwerten, wie der folgende Artikel aufzeigt:

XXX Edit by Admin Bitte keine Links zu affiliates.
(schade! - Anmerkung des Verfassers. Ich kann den Inhalt dieses lehrreichen Artikels hier nicht wiedergeben und werde es auch nicht tun. Das wäre geistiger Diebstahl)

Da immer wieder das Thema Up- und Downswings große Probleme für Leute bereitet, die sich noch zuwenig mit zufallsbedingten Phänomenen auskennen, empfehle ich mal, den in diesem Artikel beschriebenen Simulationsversuch mit Turbo Texas Holdem und 10 identischen Spielern durchzuführen. Ich denke, wer diese Simulation mit 100.000 Pokerhänden macht und diesen Versuch immer wieder wiederholt, dem wird ein Licht aufgehen, was der Zufall alles zustandebringt.

Nach dem Gesetz der grossen Zahlen wird sich die relative Abweichung (ausgedrückt in Prozentwerten) vom Erwartungswert (der mathematisch berechenbaren Wahrscheinlichkeit) in Richtung Null bewegen. Absolute Abweichungen können trotzdem bestehen bleiben, sich vermindern oder auch vergrößeren. Wohin die Reise geht, weiss niemand im Voraus. Du weisst nur eins, dass die Entwicklung langfristig und relativ betrachtet bei einem (nicht manipulierten oder durch skills beeinflussten) Zufallsprozess in Richtung mathematisch berechenbaren Erwartungswert geht. Die Höhe der denkbaren absoluten Abweichungen kannst Du auch mathematisch berechnen. Üblicherweise nimmt man 2 (sicherheitshalber auch 3) Standardabweichungen nach oben und nach unten, um die denkbaren Phänomene in etwa abschätzen zu können. Wie die Berechnung zeigt, sind die absoluten Abweichungen massiv von der Sample-Size abhängig. D.h. Je größer die Sample Size, je größere absolute Abweichungen sind möglich und relativ betrachtet tendieren die Abweichungen trotzdem in Richtung Null.

This post has been edited 4 times, last edit by "KellyBlend" (Oct 7th 2007, 7:45pm)