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RoyalFarmer

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Date of registration: Apr 19th 2007

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Friday, October 5th 2007, 6:45pm

Dürfen Reads der größte Entscheidungsfaktor sein?

Das Thema beschäftigt mich nun schon seit geraumer Zeit.

Ich gerate mit schöner Regelmäßigkeit in Situationen (jaja, so ist das im Poker), in denen ich eine gute bis sehr gute Hand halte, ich mir allerdings quasi sicher bin (intuitiv), dass ich hinten liege.

Beispiel:

Ich halte :4d: :4c: , limpe Preflop und ca. 6 Spieler sehen den Flop.

Es kommt:

:6s: :5s: :4h:

MinBet, call, call, ich am Button raise Potsize, ein Caller bleibt übrig (BB).

Zu diesem Spieler hab ich die Note, dass er sehr gerne slowplayed.

Turn:

:Qh:

Er setzt 1/3 Pot ich raise aufs 3-fache, was er nur callt.

River:

:3d:

Er setzt den halben Pot, etwa 1 Dollar.

Ich überlege lange, setze ihn auf eine gefloppte Straight und calle letztendlich doch mit meinem Set, auch aufgrund der recht günstigen Pot-Odds.

Er zeigt natürlich :8d: :7h: und der Pot wandert zu ihm.

Solche Situationen kommen doch recht häufig vor, etwa alle 100 - 150 Hands mal, und wenn ich mir hier überlege, auf meine Reads zu hören, egal was technisch gesehen alles für einen Call sprechen mag und mir im Endeffekt 20 BB oder mehr pro 100 Hands sparen könnte.....

Ich rede hierbei von wirklich starken Reads, Unterbewusstsein und so n Zeugs, nich einfach "Ich hab nich die Nuts, ich könnte geschlagen sein, also fold ich mal lieber."

Ich fühl mich oft gezwungen zu callen, wegen Pot-Odds, Spielverlauf, oder sonstwas.
Aber eigentlich weiß ich, dass es in genau dieser Situation, nicht generell, sondern nur im hier und jetzt, in dieser einen Hand, richtig wäre zu folden.

Wo is da die Grenze zwischen "No-way-to-fold" und "Trust-your-reads"?

Natürlich vertrau ich auch meinen Reads und mache schwierige Entscheidungen stark von ihnen abhängig, aber oft genug wird meine Entscheidung von anderen Faktoren zu stark beeinflusst und der Call wird quasi obligatorisch oder zu knapp um zu folden.

Ist eine Spielweise, die hauptsächlich oder nur auf Reads basiert, profitabel? (Natürlich ohne die Grundkonzepte und erweiterte Strategien außer Acht zu lassen)

Ich find keine Antwort darauf, wie ich mich in solchen Situationen verhalten soll, und es ist wohl der Punkt in meinem Spiel, der mich am meisten beschäftigt.

Wie geht ihr mit sowas um? Kennt ihr dieses intuitive Gefühl? Eure Meinung dazu?

supergrobi

Trainee

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Friday, October 5th 2007, 9:54pm

Reads können "Gold" wert sein.

Ich kenne die Situation die du beschrieben hast nur zu gut und ich calle dann schonmal. Nur um meinen Read dann auch bestätigt zu kriegen, obwohl ich weiß das ich geschlagen bin. (Sieste hab ich ja gewust das er die Straße hatte).

Die Krux ist halt, das wenn man nicht callt mit einem schlechten Gefühl zurückbleibt (Vielleicht hat er ja doch geblufft oder ich war doch noch vorne).

Dennoch ist das erste Gefühl fast immer das beste.

Ich schützte mich meistens gegen solche Situationen durch aggressives Spiel (spiele selten slow).

Bekomme ich Gegenspiel (das kann ein inst-call oder reraise sein) oder wird der Pot im Verhältnis zur Hand unrealistisch hoch müssen sofort die Alarmglocken schellen. Aufpassen.

Mit der Zeit lernt man dann auch "Monster" zu folden.

RoyalFarmer

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Saturday, October 6th 2007, 3:38pm

Es geht mir hier nicht um die Fähigkeit ein Monster zu folden.

Es geht darum, ob ich es "darf" :D

Vielleicht etwas verwirrend, aber angenommen ich floppe ein Set, raise und am River hab ich plötzlich das Gefühl geschlagen zu sein. Der Gegner bringt 3/4 Potsize, das Board sieht nich allzu gefährlich aus, aber ich denke trotzdem ich liege hinten (intuitiv). Ist ein Fold korrekt?

Niklas

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Sunday, October 7th 2007, 5:36pm

Wenn ich glaube geschlagen zu sein ist für mich die Entscheidung nicht schwer: Fold!

Es sei denn ich bin committed und muss diese, wenn auch geringe Chance, versuchen zu nutzen; bzw. ich bin deutlicher Chipleader und kann mir einen solchen Zug gegen einen Shortstack erlauben.

In Relation zu Pot Odds sollten Reads im Verhältnis 40:60 behandelt werden.



LG Niklas
Intelligenz wirkt nur "von unten" wie Arroganz! :thumbsup:

RoyalFarmer

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Sunday, October 7th 2007, 5:56pm

Probleme bereiten mir solche Entscheidungen nur im Cashgame, nicht im Turnier.

Woher hast du das mit den 40:60?

Mountain

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Sunday, October 7th 2007, 5:57pm



In Relation zu Pot Odds sollten Reads im Verhältnis 40:60 behandelt werden.




Wie kommst Du auf diese Zahl?
there is no way to fold ten high

River Rats Blog

Niklas

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Sunday, October 7th 2007, 6:04pm

Ich weiß leider nicht mehr wo ich das gelesen habe, sorry. War auf einer großen, englischen Pokerseite.

Habe dieses Verhältnis angewendet bei einem 8er SnG im Casino und bin damit auch gut zurecht gekommen. Ich weiß nicht ob in guten Pokerbüchern was anderes steht. Misserfolge hatte ich damit noch nicht so oft (und wenn, dann verkraftbare). Man sollte natürlich auch auf die Situation achten und vielleicht Erfahrungen aus vorangegangenen Händen gegen einen best. Spieler anwenden.



LG Niklas
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RoyalFarmer

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Wednesday, October 10th 2007, 8:03pm

Heute wieder so n Ding.

Raise, Call, Call Preflop.

Board: K 7 8

Ich als Caller hab 77. Preflop-Aggressor bettet, ich raise (flushdraw), Spieler C raised nochmal. UTG foldet.

Intuitiv dachte ich mir "Okay, ich bin beat." Aber dann dachte ich wiederum, dass ein Fold viel zu weak wäre.

Call, Gegner hat KK.

Gebt mir mal ne befriedigende Antwort. :|