Das Thema beschäftigt mich nun schon seit geraumer Zeit.
Ich gerate mit schöner Regelmäßigkeit in Situationen (jaja, so ist das im Poker), in denen ich eine gute bis sehr gute Hand halte, ich mir allerdings quasi sicher bin (intuitiv), dass ich hinten liege.
Beispiel:
Ich halte

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: , limpe Preflop und ca. 6 Spieler sehen den Flop.
Es kommt:

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:

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MinBet, call, call, ich am Button raise Potsize, ein Caller bleibt übrig (BB).
Zu diesem Spieler hab ich die Note, dass er sehr gerne slowplayed.
Turn:

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Er setzt 1/3 Pot ich raise aufs 3-fache, was er nur callt.
River:

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Er setzt den halben Pot, etwa 1 Dollar.
Ich überlege lange, setze ihn auf eine gefloppte Straight und calle letztendlich doch mit meinem Set, auch aufgrund der recht günstigen Pot-Odds.
Er zeigt natürlich

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: und der Pot wandert zu ihm.
Solche Situationen kommen doch recht häufig vor, etwa alle 100 - 150 Hands mal, und wenn ich mir hier überlege, auf meine Reads zu hören, egal was technisch gesehen alles für einen Call sprechen mag und mir im Endeffekt 20 BB oder mehr pro 100 Hands sparen könnte.....
Ich rede hierbei von wirklich starken Reads, Unterbewusstsein und so n Zeugs, nich einfach "Ich hab nich die Nuts, ich könnte geschlagen sein, also fold ich mal lieber."
Ich fühl mich oft gezwungen zu callen, wegen Pot-Odds, Spielverlauf, oder sonstwas.
Aber eigentlich weiß ich, dass es in genau dieser Situation, nicht generell, sondern nur im hier und jetzt, in dieser einen Hand, richtig wäre zu folden.
Wo is da die Grenze zwischen "No-way-to-fold" und "Trust-your-reads"?
Natürlich vertrau ich auch meinen Reads und mache schwierige Entscheidungen stark von ihnen abhängig, aber oft genug wird meine Entscheidung von anderen Faktoren zu stark beeinflusst und der Call wird quasi obligatorisch oder zu knapp um zu folden.
Ist eine Spielweise, die hauptsächlich oder nur auf Reads basiert, profitabel? (Natürlich ohne die Grundkonzepte und erweiterte Strategien außer Acht zu lassen)
Ich find keine Antwort darauf, wie ich mich in solchen Situationen verhalten soll, und es ist wohl der Punkt in meinem Spiel, der mich am meisten beschäftigt.
Wie geht ihr mit sowas um? Kennt ihr dieses intuitive Gefühl? Eure Meinung dazu?