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RoyalFarmer

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Date of registration: Apr 19th 2007

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Thursday, October 1st 2009, 2:14pm

MTT Strategie-Artikel 3.3 Preflopspiel

Hallo :D

Ich bin mit den Starthänden nicht ganz einverstanden.

UTG und MP stimme ich im Großen und Ganzen mit Arktos überein. Wenn auch vielleicht KQs etwas unterschätzt wird und ich mit mittleren Paaren durchaus limpen würde. :love:

Für CO und BTN fehlen allerdings die Open Raising-Ranges :(
Außerdem kann ich nicht nachvollziehen, warum wir einen Raise vor uns nicht mit 88 oder 33 callen sollten. Gerade gegen UTG-Raises, die entsprechend der Empfehlungen in dieser frühen Phase äußerst tight sind, haben wir massig Implied Odds. Da calle ich lieber mit 44 als mit AQs. Und wenn man dann auf einem K28 Board mit seinem Drilling 2er gegen Kings verliert, stand das ganze Unternehmen ohnehin unter einem schlechten Stern :)

Desweiteren halte ich es für kritisch, einem Anfänger zu empfehlen, Multiwaypots mit KTo und ähnlichem (20 Augen) beizutreten. Gerade in Multiwaypots sind diese Hände höchst unprofitabel bzw. gefährlich und daher nicht leicht zu spielen.

Daher missfällt mir auch der Rat, bei mehreren Limpern vor uns nur JJ+ und AK zu raisen. Was will ich mit AJ oder KQ in einem unraised Multiwaypot und warum sollte ich mit diesen Händen nicht erhöhen? Die Gefahr dominiert zu sein, ist immer noch gering genug. Dann doch lieber den Pot womöglich Preflop einsammeln oder eine aussichtsreiche Headsup-Situation schaffen. Natürlich mag es passieren, dass wir auch nach einer Erhöhung unsererseits immer noch Multiway spielen, aber dann haben wir wenigstens Stärke gezeigt und die Initiative. Außerdem haben wir am CO bzw. BTN doch sowieso den Positionsvorteil, warum also Angst haben?

Bei den Blinds passt es dann wieder.

Tschüß :D

Date of registration: Nov 6th 2007

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2

Thursday, October 1st 2009, 7:21pm

gute fragen ....was sagen den die den Artikel geschrieben haben ???

Vasilly

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Date of registration: Mar 13th 2007

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3

Saturday, October 3rd 2009, 11:43am

HI RF,
Hallo Alle,

Quoted

Wenn auch vielleicht KQs etwas unterschätzt wird und ich mit mittleren Paaren durchaus limpen würde.


Wie spielst Du denn hier nach einem PFR weiter?? Gerade bei Tricky oder den günstigen Turnieren (in denen sich Anfänger eher tummeln), mußt Du oft OOP (wenn Du callst) weiterspielen. Angenomen Du limpst nur mit :7d :7s und der Flop kommt
:10h :2c :5d , dann kann der Italiener/Israeli/Finne locker mit :10h :3d geraised haben....oft genug gesehen und ich denke, einige hier können mir das bestätigen.

Quoted

Außerdem kann ich nicht nachvollziehen, warum wir einen Raise vor uns nicht mit 88 oder 33 callen sollten.....Da calle ich lieber mit 44 als mit AQs.


Da stimme ich Dir voll und ganz zu, wobei ich hier auch die Höhe des raises mit in meine Überlegungen einbeziehe.

Quoted

Desweiteren halte ich es für kritisch, einem Anfänger zu empfehlen, Multiwaypots mit KTo und ähnlichem (20 Augen) beizutreten. Gerade in Multiwaypots sind diese Hände höchst unprofitabel bzw. gefährlich und daher nicht leicht zu spielen.


Ja, auch hier von mir vollste Zustimmung. Geflopptes Top pair mit :Qd :Jd ist da auch IP schwer zu spielen, es sei denn man hat noch einen guten Draw dabei, aber nur mit Top Pair, möchte ich hier keinen großen Pot spielen. Dann doch lieber mit kleinen/mittleren SC callen.

Quoted

Daher missfällt mir auch der Rat, bei mehreren Limpern vor uns nur JJ+ und AK zu raisen.


Eventuell auf 88+ ausweiten - je nach Action vor einem. AJ kann ich easy folden.

Quoted

...aber dann haben wir wenigstens Stärke gezeigt und die Initiative.


Das bringt Dir aber auch nicht allzuviel. Viele Spieler sehen die Conti als Schwäche, daher lieber noch etwas warten und 20 Augen entsorgen.

Gruß,
V.
Ohne T und ohne D, OO AO!

Athos

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Date of registration: Feb 23rd 2009

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4

Sunday, October 4th 2009, 4:13pm

Hallo RF,

als Verfasser des MTT-Artikels nehme ich kurz wie folgt Stellung:

Dein Spiel, so wie Du es für Dich beschreibst, ist vollkommen in Ordnung, wenn man a.) recht viel Erfahrung mit dem Postflop-Spiel hat und b.) mit einer anderen Prämisse spielt. Der von mir verfasste MTT-Artikel geht von anderen Voraussetzungen aus:

a.) wenig bis mittel-viel Erfahrung
b.) die Gesunderhaltung des eigenen Stacks geht vor Chipsgewinn

In Deinem Spiel steht der Chipsgewinn in aussichtsreichen Situationen im Vordergrund. Und das ist vollkommen in Ordnung, wie es überhaupt keine allgemeingültige Lehr-Route gibt. Jedes andere Spiel als das von mir beschriebene, ist ebenso gut spielbar, jedoch vom Können und der Erfahrung des Spielenden abhängig. Meine Route folgt dem Durchschnittsspieler, dem ich anrate, in der ersten(!) Turnierphase solange auf unnötige Investitionen zu verzichten, bis die mittlere Phase beginnt oder er eine sehr gute Chance zum Verdoppeln hat. Wie gesagt: In meiner Empfehlung verfolge ich eine andere Prämisse: Gesunderhaltung des Stacks geht vor Chipsgewinn. Und solange diese Prämisse gilt, calle ich auch in position nicht mit 33 einen UTG-Raise. Denn ich muss das 8 mal machen, bis sich die implied odds auszahlen. Das ist durchaus in Ordnung, aaaaber... dieses Spiel folgt dann eben einer anderen Prämisse.

Vielen Dank für Deine konstruktive Kritik
Athos (nicht Arktos)
Die lebendige Substanz ist ferner das Sein, welches in Wahrheit Subjekt oder, was dasselbe heißt, welches in Wahrheit wirklich ist, nur insofern sie die Bewegung des Sichselbstsetzens oder die Vermittlung des Sichanderswerdens mit sich selbst ist. Sie ist als Subjekt die reine einfache Negativität, eben dadurch die Entzweiung des Einfachen; oder die entgegengesetzte Verdopplung.

Georg Wilhelm Friedrich Hegel